2. Liga
«Wenn es klappt, wollen wir aufsteigen»

Mit 25 Toren aus 20 Spielen ist der 34-jährige Philippe Becker vom SC Binningen absoluter Topscorer der Liga. Mit einem Sieg gegen Leader Concordia könnte der SCB nochmals Spannung in die Meisterschaft bringen.

Jeremy Weill
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Binningens Philippe Becker (rechts) jubelt nach dem Führungstreffer gegen seinen ehemaligen Verein FC Black Stars.

Binningens Philippe Becker (rechts) jubelt nach dem Führungstreffer gegen seinen ehemaligen Verein FC Black Stars.

Zinke/sportives.ch

Philippe Becker, nach einem punktemässig guten Rückrundenstart resultierte im letzten Spiel ein enttäuschendes 0:0 gegen den in diesem Jahr noch punktelosen SC Dornach. Was war los?Philippe Becker: Es muss gesagt werden, dass wir in den letzten Spielen oft knapp und glücklich gewonnen haben, vor allem gegen Amicitia (2:1) und Bubendorf (4:3). Deshalb war es leider eine Frage der Zeit, bis wir auch einmal ein von uns überlegen geführtes Spiel nicht gewinnen würden. Uns fehlt es noch an Konstanz, zudem haben wir ein junges und nicht sehr breites Kader. Zwar spielten bei Dornach auch einige Spieler der ersten Mannschaft, aber das soll keine Ausrede sein.

SCB-Trainer Alain Burger hat vor einigen Wochen gesagt, es wäre «vermessen» Congeli Paroli bieten zu wollen. Es tönte fast so, als wolle der SCB gar nicht aufsteigen.
Für uns ist Concordia eindeutig der Favorit um den Aufstieg, denn das Team hat ein breites Kader mit guten Spielern – für die 2.Liga regional sind es sogar Spitzenspieler. Aber es steht ausser Frage, dass wir im Direktduell gewinnen wollen, denn ansonsten ist die Saison gelaufen. Selbst bei einem Sieg wären wir in den restlichen fünf Partien auf fremde Hilfe angewiesen, um Concordia noch abzufangen. Aber es ist sicher nicht so, dass wir nicht aufsteigen würden, falls es klappt.

Aber nächstes Jahr sollte der Aufstieg drinliegen, falls Congeli durchzieht.
Es ist schon so, dass wir in der nächsten Spielzeit zum engeren Favoritenkreis gehören werden, insbesondere wenn noch Oumar Kondé zu uns stösst. Dazu brauchen wir jedoch noch ein paar weitere Neuzugänge.

Wieso haben Sie im Sommer von den Black Stars zurück zu Ihrem Stammklub gewechselt?
Es war klar, dass ich irgendwann zum SCB zurückkehre. Alain Burger ist ein guter Freund von mir, mit dem ich schon auf Weltreise war. Zudem wollte ich den Stress aus der 2.Liga interregional vorübergehend nicht mehr.

Mit welchen Absichten übernehmen Sie nächste Saison zusätzlich das Amt des Assistenztrainers?
Momentan bin ich daran, das C-Diplom zu machen und leite das Stürmertraining für Spieler der ersten Mannschaft sowie der A-Junioren. Allerdings habe ich langfristig keine Absichten im Trainergeschäft zu bleiben, vielmehr will ich solange es geht selber spielen. Ich schaue Saison für Saison.