Allschwil
Wer beerbt Lauber? Schon geht das Gerangel um seinen Sitz los

Um die Nachfolge des frei werdenden Präsidentschaftssitzes von Anton Lauber bekunden bisher drei Personen Interesse. Sowohl Nicole Nüssli-Kaiser (FDP), Heinz Giger als auch Roland Naef wollen Lauber beerben. Nüssli-Kaiser ist dabei die Favoritin.

Benjamin Wieland
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Wer tritt in seine grossen Fussstapfen?

Wer tritt in seine grossen Fussstapfen?

Würde man die Nachwahl um das Allschwiler Gemeindepräsidium mit dem Spiel «Eile mit Weile» vergleichen, so wäre Heinz Giger derjenige, der mit seiner Figur direkt von Feld eins in den Himmel springen will: Er stellt sich dem Volk zur Verfügung, obwohl er weder im Gemeinderat noch im Einwohnerrat sitzt - und keiner Partei angehört.

Ein Polit-Neuling ist er jedoch nicht: Er sass bereits zwischen 2005 und 2010 im Gemeinderat. Der 58-jährige Jurist und Unternehmer machte seine Kandidatur - clever getimt - am Sonntag um 15 Uhr bekannt, nur Stunden nach der Bekanntgabe der Wahl Anton Laubers in die Kantonsregierung.

Giger äusserte seine Ambitionen auf das frei werdende Präsidentenamt bereits im April. Er ist jedoch nicht der Einzige, der in die grossen Fussstapfen treten will, die Lauber in Allschwil hinterlassen wird. Auch die jetzige Vize-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli-Kaiser (FDP) bestätigt gegenüber der bz ihre Absicht, sich für die Wahl am 24. November zur Verfügung zu stellen. «Meine Partei steht hinter mir, und mit meiner Exekutiv-Erfahrung ist mein politischer Rucksack gut gefüllt», sagt die Anwältin.

Bisherige mit Startvorteil

Und der Rucksack wird noch etwas an Gewicht dazugewinnen. Lauber tritt sein Amt in Liestal schon am 1. Juli an. Nüssli wird also die Geschicke Allschwils ad interim leiten, bis im Spätherbst ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin erwahrt ist. Nüssli könnte im Wahlkampf auf einen alten (Partei-)Bekannten treffen: Roland Naef, bis Januar Präsident Sektionspräsident der FDP Allschwil-Schönenbuch und zurzeit parteiloser Einwohnerrat.

Er überlege es sich anzutreten, sagt er gegenüber der bz: «Ich wurde diesbezüglich auch schon von einigen Allschwilern angegangen. Bei genügend Unterstützung kandidiere ich, dann für die LDP Allschwil.» Die neue Ortspartei wird laut Naef «demnächst gegründet».

Giger wie Naefs Chancen, Lauber zu beerben, sind als klein einzustufen, müssen sie doch zuerst die Wahl in den siebenköpfigen Gemeinderat schaffen. Dort wartet viel Konkurrenz.

Für den frei werdenden Sitz haben bisher drei Personen ihr Interesse bekannt gegeben: Franz Vogt-Weber (CVP), Pascale Uccella (SVP) und Jacqueline Misslin (BDP). Alle drei sitzen im Einwohnerrat. Störend für die CVP dürfte sein, dass ihr von bürgerlicher Seite her einer ihrer beiden Sitze in der Exekutive streitig gemacht wird.

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