Hilfspakete
Wie einzelne Gemeinden im Kanton Baselland Einwohnern und KMU finanziell unter die Arme greifen

Nicht nur Bund und Kantone haben im Zuge der Coronakrise finanzielle Mittel zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise gesprochen. Auch etliche Gemeinden nahmen Geld in die Hand, um Einwohnern und KMU unter die Arme zu greifen.

Benjamin Wieland
Drucken
Teilen
Das Prattler Schloss hat stark profitiert. (Archivbild)

Das Prattler Schloss hat stark profitiert. (Archivbild)

Pratteln etwa sprach im Mai einen Kredit von etwas über einer Viertelmillion Franken. Jetzt hat der Gemeinderat bekanntgegeben, wohin das Geld geflossen ist.

Stark profitiert hat das Prattler Schloss. «Der Rittersaal erhielt einen neuen Anstrich und wurde mit neuen, helleren Leuchten ausgestattet», heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde. Im Hof könne man sich an aufgefrischten Treppengeländern und Fensterrahmen freuen.

Im Rittersaal und im Burgenstübli wiederum seien die Bodenbeläge «fachmännisch in Stand gesellt» worden. Weiter erwähnt der Gemeinderat diverse Renovationsarbeiten in mehreren Schulhäusern, in der Alten Dorfturnhalle, im Kultur- und Sportzentrum und im Schwimmbad. Der Friedhof Blözen erhielt zudem neue WC.

Die Prattler Nachbargemeinde Muttenz ging noch einen Schritt weiter. Sie entschied Anfang Dezember, die Sanierung der Hauptstrasse zu unterbrechen. So solle mehr Weihnachtsstimmung aufkommen, was wiederum den Geschäften zugutekäme, teilte die Gemeinde mit: Wegen der Covid-19-Verordnungen sei das Umfeld schwierig. Es zähle deshalb «erst recht jede Möglichkeit, sich ins beste Licht zu rücken.» Auch die Kundinnen und Kunden wünschten sich «eine angemessene Stimmung rund um ihre Adventseinkäufe».

Der zuständige Gemeinderat Joachim Hausamman, die Bauverwaltung und die betroffenen Bauunternehmen beschlossen, ab dem 11. Dezember und noch bis zum 10. Januar die Arbeiten ruhen zu lassen. Der Gemeinde und den Baufirmen dürfte ein Umstand den Entscheid etwas erleichtert haben. Bei Werkleitungsarbeiten war es kurzfristig zu Verzögerungen gekommen.

Allschwil verschenkte über 200'000 Franken

Schon im Juni hatte der Muttenzer Gemeinderat beschlossen, Aufträge im Rahmen von rund 400'000 Franken vorzuziehen. Es gehe vor allem um den Unterhalt von gemeindeeigenen Gebäuden, Strassen und Grünanlagen. Die Aufträge sollen, hielt die Gemeinde fest, möglichst von lokalen Handwerkern und Betrieben ausgeführt werden.

Gar eine halbe Million schwer war das Coronahilfspaket, das Allschwil schnürte. 300'000 Franken kamen Selbstständigerwerbenden und Betrieben zugute. Nochmals je 100'000 Franken gingen an Armutsbetroffene und Familien. Speziell an der Allschwiler Coronahilfe: Die Beiträge wurden à fonds perdu gesprochen. 107 Allschwiler Firmen erhielten je 2'000 Franken Soforthilfe, die sie nicht zurückzahlen mussten.