Baselland
Wieder Eklat bei Grünen: Esther Maag geht mit Wut im Bauch

Die ehemalige Landratspräsidentin Esther Maag hat genug. Nach jahrelangem Zoff mit der Parteispitze verlässt sie die Grünen. Sie sei mehr als einmal «von führenden Mitgliedern» hintergangen worden, sagt die Liestalerin zur «Schweiz am Sonntag».

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Wirtin Esther Maag hat nach Zoff die Grünen verlassen. kenneth Nars/archiv

Wirtin Esther Maag hat nach Zoff die Grünen verlassen. kenneth Nars/archiv

Kenneth Nars

Es ist dies der zweite Eklat innert weniger Wochen: Jüngst schloss die Partei den aufmüpfigen Bildungspolitiker Jürg Wiedemann aus. Für die Grünen könnte der Abgang Maags teuer zu stehen kommen. Sie überlegt sich eine Kandidatur bei der GLP oder den Unabhängigen Grünen. Damit würde sie den Sitz der einzigen Grünen-Nationalrätin Maya Graf gefährden.

Für die Grünen kommt Maags Abgang zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt. Gerade erst habe sie ihren Bildungspolitiker Jürg Wiedemann ausgeschlossen. Danach spalteten sich erst die Grünen Birsfelden ab, dann auch die Sektion Allschwil.

Maag gehe mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Noch im Februar war sie von ihrer Sektion Liestal für die Nationalratsliste vorgeschlagen worden. Doch dann stand sie doch nicht zur Verfügung. Das gab sie eine Woche vor der Nominationsveranstaltung vom 25. März bekannt.

«Mehr als ein Mal wurden andere und ich von führenden Mitgliedern hintergangen oder hängengelassen», sagt Maag der «Schweiz am Sonntag». Nicht verziehen habe sie das Vorpreschen des Fraktionschefs Klaus Kirchmayr und des früheren Grünen-Präsidenten Philipp Schoch bei der Fusionsinitiative. «Für mich persönlich war dies das Schlimmste: Ich musste als Initiantin eines Kantons Nordwestschweiz davon aus der Zeitung erfahren.»

Bisher habe sie sich aus Loyalität gegenüber der Partei zurückgehalten. Die Ereignisse in der jüngsten Vergangenheit hätten aber das Fass zum Überlaufen gebracht.