Bubendor
Zürcher «Festhütte» macht das Rennen bei Mehrzweckhallen-Neubau

An der Vernissage zur Ausstellung des Wettbewerbs für den Neubau der Mehrzewckhalle in Bubendorf wurde der Sieger vorgestellt.

Simon F. Eglin
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Mit ihrem Entwurf für die Mehrzweckhalle obsiegten die Zürcher Architekten Blatter + Müller. zvg

Mit ihrem Entwurf für die Mehrzweckhalle obsiegten die Zürcher Architekten Blatter + Müller. zvg

«Wenn eine Gemeinde wächst wie Bubendorf, macht sie viele kleinere Schritte, und hin und wieder auch einmal einen grossen», betonte Markus Schwob, Organisator des Architekturwettbewerbs für den Neubau der Mehrzweckhalle in Bubendorf. In seiner Eröffnungsrede zeigte er die Dimension des Projekts, das den Gemeinderat bereits schon seit sechs Jahren intensiv beschäftigt.

Endlich am Ziel

Entsprechend gelöst wirkte bei der gestrigen Vernissage der Ausstellung der Wettbewerbsprojekte unter Anwesenheit der am Wettstreit beteiligten Architekturbüros die für die Departemente Hochbau und Planung zuständige Gemeinderätin Mägi Hochuli: «Ich bin sehr froh, dass die unzähligen langjährigen Diskussionen nun auch zu einem Ziel geführt haben.» Sogar eine Verlegung des Standortes ins Gebiet Sappeten sei einst zur Debatte gestanden.

«Das Siegerprojekt ist nun alles andere als aus dem Ärmel geschüttelt», sagte Gemeindepräsident Erwin Müller und bedankte sich bei allen elf am Wettbewerb beteiligten Architekturbüros (siehe Kasten rechts). Die zehnköpfige aus Sach- und Fachpreisrichtern sowie Experten zusammengesetzte Jury hat sich nach einer
Vorprüfung, zwei ganztägigen Preisrichtersitzungen und zwei Wertungsrundgängen im Endeffekt einstimmig für das Projekt «BUB» von Blatter+Müller Architekten entschieden.

Umfangreicher Katalog

Dieses Projekt entspricht offenbar am besten dem umfangreichen Katalog von Bewertungskriterien, die von den Wettbewerbsteilnehmenden berücksichtigt werden mussten. Somit empfiehlt das Preisgericht der Einwohnergemeinde Bubendorf die Beauftragung des erstplatzierten Zürcher Architekturbüros.

«Das Projekt hat die Jury optisch an ein Zelt oder eine Festhütte erinnert», sagte Markus Schwob. Die gewählte vieleckige Struktur würde sich ideal in die heterogene Struktur der Umgebung einfügen. «Für uns war ein zentraler Punkt, dass alle benachbarten öffentlichen Bauten im Endeffekt eine Einheit bilden», ergänzte denn auch Architektin Susanne Müller. Mit dem Startschuss zur Ausstellung geht das Bubendörfer Grossprojekt allerdings nun erst in die nächste Runde. «Bis zur Realisierung des Bauvorhabens liegt noch ein langer Weg vor uns», sagte Gemeinderätin Mägi Hochuli.

Die Präsentation aller elf eingereichten Projekte im ersten Stock der Gemeindeverwaltung ist seit gestern bis zum Freitag, 1. April, für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Mittwoch, dem 30. März, wird um 19.30 Uhr zudem eine Vorinformation für die Bevölkerung stattfinden, die über den Planungskredit informiert, über den an der Gemeindeversammlung vom 9. Mai befunden wird.

Gestern wollte sich der Gemeinderat indes noch nicht zur Kostenfrage äussern. Je nach Entscheid des Souveräns beginnt dann die Planungsphase, und ab 2012 soll dann die «Festhütte» gebaut werden. Für kritische Fragen wird der Gemeinderat sicherlich gewappnet sein.

Schliesslich sei auch der bestehende Bau von 1956 nicht einfach bedenkenlos abgesegnet worden, sagte Mägi Hochuli.