Gemeinderatswahlen
Zwei Dörfer suchen krampfhaft nach neuen Gemeinderäten: Titterten meldet einen Teilerfolg

In Titterten und Lampenberg sind neue Gemeinderatsmitglieder zu wählen, Läufelfingen bestimmt sein neues Gemeindepräsidium. Die Urnengänge finden am 24. November statt.

Simon Tschopp
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Nur in Läufelfingen herrscht klare Sicht. (Symbolbild)

Nur in Läufelfingen herrscht klare Sicht. (Symbolbild)

Die momentan dreiköpfige Exekutive von Titterten dürfte in zehn Tagen um eine weitere Person ergänzt werden: Der 67-jährige Theo Schweizer steht als offizieller Kandidat zur Verfügung. Über eine weitere Bewerbung, um die Behörde zu vervollständigen, ist nichts bekannt. Somit müsste der Gemeinderat des Bergdorfs weiterhin in Unterzahl agieren. Nächster Wahltermin ist der 9. Februar 2020, wenn in den Baselbieter Gemeinden ohnehin die Gesamterneuerungswahlen anstehen.

In Lampenberg ist Gemeinderat Roland Imhof zu ersetzen, der seinen Rücktritt auf Ende des laufenden Jahres angekündigt hat. Laut Gemeindepräsidentin Charlotte Gaugler steht bis jetzt eine offizielle Kandidatur noch aus. Will heissen: Viel deutet darauf hin, dass am 24. November die Wahl ergebnislos verläuft. Gaugler hat Anfang Juli interimistisch das Präsidium des abgetretenen Peter Degen übernommen. Am 20. Oktober wurde sie zur Gemeindepräsidentin gewählt.

Sabine Bucher will Dieter Forter beerben

Klar ist die Ausgangslage in Läufelfingen. Im Dorf am Unteren Hauenstein wird am übernächsten Wochenende die Nachfolge des langjährigen Gemeindepräsidenten Dieter Forter bestimmt, der per Ende Jahr demissioniert. Von der zurzeit noch siebenköpfigen Exekutive kandidiert nur Sabine Bucher für das Amt des Primus inter Pares. Diese gehört seit Mitte 2016 dem Läufelfinger Gemeinderat an. Bucher ist Steuerexpertin und Juristin, verheiratet und Mutter zweier schulpflichtiger Kinder.

Weniger Gemeinderatsmitglieder und eigene Sozialhilfe

Läufelfingen und Oberdorf stimmen am 24. November über Änderungen in ihren Gemeindeordnungen ab. Die Läufelfinger Gemeindeversammlung hat im September bereits Ja gesagt zur Reduktion der Gemeinderatsmitglieder von jetzt sieben auf künftig fünf. Dieser Entscheid muss nun an der Urne noch bestätigt werden. Oberdorf tritt per Ende 2020 aus der Regionalen Sozialhilfebehörde Waldenburgertal (RSW) aus und will die Sozialhilfe wieder auf eigene Beine stellen (die bz berichtete). Der Gemeinderat erhofft sich von diesem Schritt, Kosten einzusparen, und er will die Klientel straffer begleiten. Die Gemeindeversammlung (GV) von Ende September folgte dem Antrag der Exekutive mit grossem Mehr gegen drei Stimmen, jedoch bei zahlreichen Enthaltungen. Dieser GV-Beschluss unterliegt dem obligatorischen Referendum und muss deshalb an der Urne abgesegnet werden. Bennwil verabschiedet sich ebenfalls auf Ende des kommenden Jahres aus der RSW und plant, einen eigenen Sozialdienst aufziehen. Damit sind Hölstein und Niederdorf gezwungen, per Anfang 2021 auch eine neue Lösung zu finden.