Umgestaltung

Basels modernster Stadtpark liegt direkt am Rhein

Der St.Johanns-Park kommt neu mit Pavillon, Café und Spielplatz daher. Der Neubau kostete knapp 5 Millionen Franken. Ein architektonisches Werk, das beileibe nicht nur die Kleinen erfreut.

«Super, mach weiter so!» Zwei kleine Jungs erfreuen sich an der neuen Wasserinstallation im St. Johanns-Park. Vergnügt tollen sie herum und lassen feine Wasserströme die Rinne entlanglaufen. Streng genommen ist der umgestaltete St. Johanns-Park allerdings noch nicht geöffnet. Landschaftsarchitekt Robert Zeller drückt in diesem Fall aber ein Auge zu.

Der Projektleiter der Parkumgestaltung kann die Freude der Kinder gut verstehen, schliesslich hat er selbst schon eine der neuen Spielattraktionen ausprobiert. Das sechs Meter hohe Klettergerüst in Form einer Gans hat es ihm angetan. «Ich kann die kleine Klettertour nur empfehlen«, sagt er schmunzelnd, «die Aussicht auf den Rhein ist fantastisch!»

Zurück zum Wald

Neue Klettergerüste sind nur ein kleiner Teil der Veränderungen, die im St. Johanns-Park zu sehen sind. Regierungsrat Hans-Peter Wessels erklärt, wie es zur Parkumgestaltung kam: Vor langer Zeit habe es hier einen Wald mit Hirten gegeben, die ihr Vieh hüteten. «Die Geschichte hat mitgewirkt», erzählt er, «mit der Parkneugestaltung werden bewusst Verbindungen zum früheren Wald geschlagen.» So gibt es im Park nebst Klettergerüsten in Tierform grosse Kastanien als Sitzgelegenheiten und eine riesige Pfütze zum Planschen.

Mittlerweile hat sich der St. Johanns-Park vom Schlachthofareal zur Familienzone gewandelt. Stets beteiligt war Thomas Stauffer von den Schönholzer und Stauffer Landschaftsarchitekten. Nachdem er schon vor zwanzig Jahren den Park gestaltet hatte, hatte er nun den Wettbewerb gewonnen und den Park wieder umgestaltet. «Das ist ein schönes Gefühl», sagt er, «als hätte ich ein Buch verfasst und dann einen Nachfolger geschrieben.»

Holzwände und grosse Fenster

Auffällig ist der neue Pavillon des Architekturbüros Burckhardt und Partner in der Mitte des Parks. «Wir wollten die Grenzen zwischen der Umgebung und dem Pavillon verwischen lassen», erzählt Architekt Daniel Gschwind. Hohe Räume mit Holzwänden und grossen Fenstern prägen das Bild. Im Innern des Pavillons gibt es neben einem Café auch den offenen Kindertreff «Spiilruum St. Johann».

Für die vielen Neuerungen müssen die Verantwortlichen tief in die Tasche greifen: Die Kosten des Pavillons und der Parkumgestaltung belaufen sich auf 4,72 Millionen Franken und werden von der Christoph Merian-Stiftung und vom Mehrwertabgabefonds übernommen.

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