Kaserne
Basler Regierung will mit Sanierungs-Vorlage den Kasernenhauptbau retten

Für die Zukunft der Basler Kaserne gibt es nun zwei Vorschläge: Die «Kantonale Initiative Öffnung zum Rhein» und der Gegenvorschlag der Regierung für eine Gesamtsanierung des Kasernenhauptbaus.

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Die Regierung schlägt eine seitliche Öffnung der Kaserne vor. Hier der Blick vom Rhein.zvg/Visualisierung

Die Regierung schlägt eine seitliche Öffnung der Kaserne vor. Hier der Blick vom Rhein.zvg/Visualisierung

Sanieren statt abbrechen: Der Basler Regierungsrat legt dem Grossen Rat einen Ratschlag «Gesamtsanierung Kasernenhauptbau» vor, der gleichzeitig als Gegenvorschlag zur «Kantonalen Initiative Öffnung zum Rhein» zur Abstimmung kommen soll. Letztere postuliert den Abbruch, dies lehnt der Regierungsrat ab.

Für 2,3 Millionen Franken soll die Gesamtsanierung des Hauptbaus der Kaserne Basel umfassend geplant werden. Mit dem Geld sollenein Projektwettbewerb und die Planung bis zum Bauprojekt finanziert werden. Vorgesehen ist eine grosszügige Verbindung des Kasernenhofs mit der Rheinpromenade. Diese Öffnungen seien jedoch «auf die strukturellen Bedingungen des Kasernenhauptbaus und auf dessen künftige Nutzung abzustimmen». Wie diese genau gestaltet werden soll, werde im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens geprüft, teilte die Basler Regierung heute Dienstag mit.

Beizen, Kultur und Kreativwirtschaft

Die Initianten der kantonalen Initiative hatten im Januar in Aussicht gestellt, ihr Begehren zurückzuziehen, falls das Parlament einen Wettbewerb für konkrete Öffnungsvarianten und die Finanzierung der Bauplanung beschliesst.

Wie man sich die Nutzung vorstellen soll, erhellt indes das angekündigte «Szenario 'Brutstätte Kasernenareal'» wenig, sei doch der «Mix aus kommerziellen und nicht kommerziellen Nutzungen» explizit «aktuellen Trends verpflichtet». Vage notiert sind Beizen, Kultur, Kunst sowie Kreativwirtschaft und Quartiernutzungen.

Kontinuität ist nicht das Ziel, sondern «möglichst hohe Dynamik im Hauptbau», wozu die aktive Nutzerschaft ausdrücklich regelmässig ausgetauscht werden soll. Das gilt nicht für bisherige Gross-Nutzer des Kasernenareals wie Basel Tattoo und Herbstmesse: Jede künftige Hauptbau-Nutzerschaft müsse diese ergänzen und berücksichtigen.

Nächste Runde im jahrzehntelangen Streit

Im Detail ist die Rede von Räumen für Projekte, Seminare oder «Co-Working Spaces». «Plattformen» sollen überdies verschiedene öffentliche Veranstaltungen ermöglichen. Schliesslich werde eine einheitlich geregelte Verantwortung für das gesamte Kasernenareal an ein Arealmanagement übergeben.

Mit der Vorlage für die Sanierung des Hauptbaus geht der jahrzehntelange Streit um die ehemalige Basler Kaserne in eine neue Runde. In der letzten hatte der Grosse Rat im Februar 5,3 Millionen Franken gesprochen für eine seitliche Öffnung - damit will die Regierung den Druck gegen den Hauptbau reduzieren. 2015 ziehen die Schulen aus diesem aus. (sda/hpa)