Geiselnahme

Baslerin von Terroristen in Mali getötet – die genauen Umstände sind unklar

Die Schweizer Geisel wurde offenbar bereits vor Jahren in Mali von Terroristen entführt und vor einem Monat getötet.

Die Schweizer Geisel wurde offenbar bereits vor Jahren in Mali von Terroristen entführt und vor einem Monat getötet.

Islamistische Terroristen haben eine Schweizer Geisel getötet. Dies vermeldet das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitagabend.

(mg) Laut der Mitteilung sei die Geisel von Entführern der islamistischen Terrororganisation Jama'at Nasr al-Islam wal Muslimin (JNIM) umgebracht worden. Das Opfer ist eine Frau. Wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA schreibt, handelt es sich bei der ermordeten Geisel um eine Baslerin. Ein Sprecher des EDA habe dies bestätigt. Die Geisel war in Timbuktu als Missionarin tätig.

Die Geisel sei bereits vor rund einem Monat getötet worden, darüber haben die französischen Behörden das EDA am Freitag informiert. Die genauen Umstände der Tötung seien unklar. Die Franzosen hätten vom Mord Kenntnis, da eine kürzlich freigelassene französische Geisel davon berichtet habe.

«Mit grosser Betroffenheit habe ich vom Tod unserer Mitbürgerin erfahren», wird Bundesrat Ignazio Cassis in der Mitteilung zitiert. «Ich verurteile diese grausame Tat und spreche den Angehörigen mein tief empfundenes Beileid aus.» Man setze alles daran, mehr über die Umstände der Tötung und über den Verbleib der sterblichen Überreste der Schweizerin zu erfahren. Ebenso wolle man sich dafür einsetzen, die sterblichen Überreste der Schweizer Geisel in Mali zu erhalten.

Die Frau war schon vor mehreren Jahren entführt worden. In der Mitteilung heisst es: «Zusammen mit den zuständigen malischen Behörden und mit Partnern haben die Schweizer Behörden in den vergangenen vier Jahren daran gearbeitet, dass die Schweizer Bürgerin freigelassen wird.» Die Behörden seien auch in ständigem Kontakt mit der Familie des Opfers gestanden.

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