Baumbestandskontrolle
Stadtgärtnerei Basel-Stadt muss 175 Bäume fällen

Die Bäume mit Stammschäden und Fehlentwicklungen werden mit Jungbäumen ersetzt.

Helena Krauser 1 Kommentar
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Die Bäume werden im Januar 2022 gefällt.

Die Bäume werden im Januar 2022 gefällt.

Symbolbild: Keystone

Die diesjährige Kontrolle des Baumbestands habe ergeben, dass in der Stadt Basel 175 Bäume ersetzt werden müssen, teilt die Regierung am Dienstag mit. Wie jedes Jahr überprüfe die Stadtgärtnerei den gesamten Bestand im öffentlichem Raum der Stadt Basel bezüglich Krankheiten, Vitalität und Sicherheit. Die meisten dieser Bäume seien durch Pilz- oder Schädlingsbefall so geschwächt, dass unverhofft grössere Kronenteile abbrechen könnten. Weitere Bäume würden Fehlentwicklungen oder Stammschäden aufweisen oder seien am Absterben.

Es sei möglich, dass die Bäume bei einem nächsten Sturm knicken und dabei Schaden anrichten könnten oder gar Personen verletzen. Um kein Risiko einzugehen, werde die Stadtgärtnerei diese Bäume im Januar 2022 entfernen und sie im kommenden Frühjahr oder Herbst – möglichst an gleicher Stelle – durch einen Jungbaum ersetzen.

Von den 175 Bäumen sind deren 135 gemäss dem Kantonalen Baumschutzgesetz geschützt und erfordern eine Fällbewilligung.

Ulme und Linde in der Rittergasse werden gefällt

Die Stadtgärtnerei stellte gemäss Angaben fest, dass einige Baumarten, die vor 15 bis 25 Jahren gepflanzt wurden, unter den heutigen klimatischen Bedingungen nicht mehr geeignet sind. Die anhaltende Hitze und Trockenheit der vergangenen Jahre setzte ihnen zu, so dass sie voraussichtlich weitere heisse Sommer nicht überstehen würden. Deshalb müssten zum Beispiel einige Stadtbirnenbäume an der Birsigstrasse und Weissdornbäume an der Leimenstrasse ersetzt werden. Bei den Ersatzpflanzungen achtet die Stadtgärtnerei stets darauf, zukunftsfähige Baumarten oder -sorten zu wählen, die aus wärmeren und trockeneren Klimazonen stammen und dadurch mit den zukünftigen Klimabedingungen besser zurechtkommen werden.

Unter den Bäumen, die gefällt werden sind auch zwei grosse, markante Bäume an der Rittergasse. Es handelt sich um die Ulme vor dem neu sanierten Schulhaus an der Rittergasse 4 und um die monumentale Linde vor dem Zivilstandesamt an der Rittergasse 11. Die Ulme sei dem dem Befall des Ulmensplintkäfers zum Opfer gefallen. Die Linde vor dem Zivilstandesamt habe während den vergangenen zwei Jahren trotz besonderen Pflegemassnahmen sukzessiv an Blattmasse und Vitalität verloren. Die Ursache konnte nicht abschliessend geklärt werden, die Spezialisten der Stadtgärtnerei erachten Bodenverdichtung und Trockenheit als Hauptgründe. Beide Bäume würden ebenfalls im kommenden Jahr mit gesunden Jungbäumen ersetzt werden.

1 Kommentar
Martin Schenker

Es geht hier um Bäume im öffentlichen Raum. Wie ist das mit Bäumen in privaten Gärten? Mein Nachbar wollte einen Baum fällen. Der Antrag wurde abgelehnt, da der Baum noch gesund sei. Kurze Zeit später fiel er in unseren Garten, da der Stamm inwendig völlig verfault war. Zum Glück war der Schaden gering. Wer wäre schuldig gewesen, wenn es zu einem grösseren Schaden oder sogar zu einem Todesfall gekommen wäre? Meine Frau war nämlich wenige Minuten vorher genau dort, wo der Baum hin fiel.

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