Öffentlicher Verkehr

Bessere Bahnverbindungen zwischen Basel und Freiburg im Breisgau

Regional- und S- Bahn-Züge sollen zu den Stosszeiten im Halbstundentakt zwischen Basel und Freiburg verkehren. (Symbolbild).

Regional- und S- Bahn-Züge sollen zu den Stosszeiten im Halbstundentakt zwischen Basel und Freiburg verkehren. (Symbolbild).

Zwischen Basel und Freiburg im Breisgau sollen mehr Regionalzüge fahren: Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann kündigte am Freitag zu Stosszeiten einen Halbstundentakt von Regional- oder S-Bahn-Verbindungen mit Halt an allen Stationen an.

Zudem werde es im Stundentakt zwischen Basel, Freiburg und Offenburg eine schnelle Linie mit Halt in vier "nachfragestarken Orten" geben, wie einer ministerialen Medienmitteilung weiter zu entnehmen ist. Heute fährt stündlich je ein Regionalexpress-Zug mit rund 15 Halten unterwegs - neben mindestens einem Intercity-Zug mit Halt nur in Städten.

Durch den Ende 2012 eingeweihten Katzenbergtunnel, der rund zehn Kilometer vor Basel liegt, sollen künftig konzeptgemäss nur ICE- und Güterzüge fahren. Der Tunnel auf der europäischen Nord-Süd-Achse ist Teil der Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecken, welche die Schweizer NEAT mit dem neuen Gotthard-Basistunnel abnehmen werden.

Durch den 9,4 Kilometer langen Katzenbergtunnel zwischen Efringen-Kirchen und Bad Bellingen umfährt man ein kurvenreiches altes Trassee gerade. Züge sparen im Tunnel gegenüber der alten Linie 3,8 Kilometer und rund 15 Minuten. Ein halbes Dutzend Ortschaften wird von Bahnlärm entlastet.

Das Bundesland hatte früher geplant, neben dem ganzen Güter- und Fernverkehr auch stündlich einen schnellen Regionalexpress-Zug durch den 520-Millionen-Euro-Tunnel zu führen. Jener hätte dann aber die Orte am alten Trassee nicht bedient, was Betroffene kritisierten. Weindörfer am Oberrhein sind auch beliebte Ausflugsziele.

Einen ganztägigen Nahverkehrs-Halbstundentakt auf der alten Linie könne Baden-Württemberg derzeit nicht finanzieren, hiess es weiter. Wie andernorts könnten indes Gebietskörperschaften einen Ausbau des Angebotes über das vom Land geplante hinaus selber finanzieren.

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