Besuchsstatistik
Weniger Publikum, mehr Pixel: Die Basler Museen sind im Pandemiejahr digitaler geworden

2020 mussten die Museen der Region Basel einen Einbruch von 40 Prozent bei den Besuchszahlen hinnehmen – und wurden kreativ.

bz
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Virtuelle Führung im Kunstmuseum Basel.

Virtuelle Führung im Kunstmuseum Basel.

Juri Junkov

Die Covid-19-Pandemie hat den Museen in der Region Basel zugesetzt, wie aus einer Medienmitteilung des Präsidialdepartementes hervorgeht: Wie die Erhebung der jährlichen Besuchsstatistik zeigt, sind die Besuchszahlen im Kanton Basel-Stadt um 40 Prozent von 1,44 Millionen auf 857’000 Besuchende zurückgegangen. Schulklassenbesuche verzeichnen ein Minus von 50 Prozent, die übrigen Vermittlungsangebote wie Führungen und Workshops gingen 56 Prozent zurück.

Auch die Museen ausserhalb des Kantons Basel-Stadt wie das Kunsthaus Baselland, das Römermuseum in Augusta Raurica oder das Vitra Design Museum in Lörrach mussten 2020 einen Publikumsschwund von 40 Prozent hinnehmen. Die Veranstaltungsangebote gingen um 50 Prozent zurück.

Der einzige kulturelle Grossanlass

Die Jubiläumsausgabe der Museumsnacht zog als einziger kultureller Grossanlass im vergangenen Jahr knapp 36’000 Menschen an. Gerade bei Jugendlichen und jungen Menschen (44 Prozent) erfreut sich der Anlass wachsender Beliebtheit. Erschwert war dagegen der Zugang zu Museen für Schulklassen: Nur 3117 Klassen konnten eines der baselstädtischen Museen als ausserschulischen Lernort nutzen.

Umgekehrt haben die Museen vermehrt auf digitale Angebote gesetzt, um ihr Publikum zu finden: Ein Grossteil verlegte Inhalte und Aktivitäten ins Netz. Regierungspräsident Beat Jans zieht dazu in der Medienmitteilung die Bilanz: «Die Erfahrungen des letzten Jahres haben die Bedeutung der Digitalisierung bestätigt.» Jetzt gehe es darum, die oft spontanen und experimentellen Zugänge auszuwerten und mit strategischen Überlegungen zu verknüpfen.