Novartis Campus

Bis 2030 - Räumlichkeiten für rund 10'000 Arbeitsplätze im Novartis Campus

Das ehemalige Industrieareal für Maschinen in Basel entwickelt sich zum modernen Arbeitsgelände für Menschen. 14 Gebäude konnten bis Ende 2012 bereits in Betrieb genommen werden, weitere sollen folgen.

Kaum hatte Novartis-Präsident Daniel Vasella seinen Rücktritt bekannt gegeben, kolportierte die Presse Meldungen, dass die Firma den Standort Basel schwäche. Es war sogar von einem Baustopp auf dem Novartis Campus die Rede. Novartis winkt ab: Die Firma halte am langfristigen Plan für den Ausbau des Campus in Basel fest. Gemäss den derzeitigen Planungsgrundlagen sollen bis 2030 Räumlichkeiten für rund 10 000 Mitarbeitende entstehen, hauptsächlich für den Bereich Forschung und Entwicklung, aber auch für die allgemeine Verwaltung. Bis zum Abschluss der ersten Bauetappe 2015 wird Novartis 2,2 Milliarden Franken in den Campus investiert haben.

«Im Jahre 2014 respektive Anfang 2015 können diese Gebäude bezogen werden»

Heute befinden sich rund 7500 Arbeitsplätze auf dem Gelände. Konkret hat Novartis bis Ende 2012 14 neue Gebäude in Betrieb genommen, Sieben davon sind Laborgebäude. Drei weitere Gebäude sind in der Konstruktionsphase. «Im Jahre 2014 respektive Anfang 2015 können diese Gebäude bezogen werden», erklärt Novartis-Sprecher Claudio Beccarelli. Es handelt sich dabei um das Bürogebäude Fabrikstrasse 18 von Juan Navarro Baldeweg (auf dem Bild oben die Nummer 16) und den Laborbau Virchow 16 von Rahul Mehrotra (auf dem Bild oben die Nummer 17). Beide Gebäude sind im Rohbau fertig gestellt. Erst zu etwa einem Drittel gebaut ist das Hochhaus Asklepios 8 der Basler Architekten Herzog & de Meuron (Nummer 15).

Dieses Hochhaus ist am Südende des Campus das Verbindungsstück zwischen Campus und Rheinpromenade. Vom Rhein her wird es einen öffentlichen Zugang zu einem Restaurant erhalten. Zwischen Campus und Rhein entsteht derzeit die Rhein-Uferpromenade für Fussgänger und Velofahrer, die es ermöglichen wird, ab dem Jahr 2015 bis zur Passerelle des Trois Pays in Frankreich dem Rhein entlang zu spazieren und zu fahren. Parallel zu den Gebäuden werden mit dem Park Süd und dem Park Nord Landschaftsarchitekturprojekte vorangetrieben.

Ein für den Menschen attraktiven Campus

Die Stadt Basel und Novartis geben mit Campus und Rheinpromenade damit einem Stadtteil eine Kontur, der bis vor zehn Jahren ein eher zufälliges Nebeneinander von Bauten unterschiedlicher Nutzung, Erscheinung und Erhaltung war. Nach der Fusion von Ciba und Sandoz verfügte Novartis in der Stadt Basel über drei Standorte: Rosental, Klybeck und St. Johann. Nach der Abspaltung der Agrodivision übernahm Syngenta das Rosental-Areal als neues Hauptquartier, während Novartis St. Johann als Standort für Forschung und Entwicklung, Marketing und Konzernleitung bestimmte. Erklärtes Ziel war es dabei, das Areal von einem Industriestandort, in dem die Maschine im Mittelpunkt stand, in einen für den Menschen attraktiven Campus umzuwandeln.

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