Basel
Chef von Coca-Cola ist sauer auf den Basler Wirteverband

Thomas Gawlowski, Chef von Coca-Cola Schweiz, kritisiert den Basler Wirteverband. Dieser wirft dem Getränkemulti die Verhinderung von Parallelimporten vor. Gawlowski sagt, der Vorwurf sei falsch, da Coca-Cola in der Schweiz lokal produziere.

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In den Augen der Basler Wirte verhindert Coca-Cola Parallelimporte.

In den Augen der Basler Wirte verhindert Coca-Cola Parallelimporte.

Keystone

Tomas Gawlowski, Chef der Coca-Cola HBC Schweiz AG, übt Kritik am Basler Wirteverband. Der Vorwurf, Coca-Cola verhindere Parallelimporte, sei falsch, wie in der «Schweiz am Sonntag» sagt. «Die Basler Wirte machen einen Denkfehler. Parallelimport heisst am offiziellen Importeur vorbei. Aber Coca-Cola Schweiz ist kein Importeur, wir produzieren lokal!»

Zudem sei ein gewisser Preisunterschied normal. „Und weil fast alle Rohstoffe und Arbeitskräfte aus der Schweiz stammen, profitieren wir auch nicht vom Euro-Tief."

Grundsätzlich sei jeder frei, zu importieren. „Aber man sollte auch an den ökologischen Faktor denken. Wollen Sie lieber Coca-Cola, das aus der Schweiz kommt, oder das mehrere Hundert Kilometer über die Grenze transportiert werden musste?" Die Basler Wirte müssten sehen, dass man auch andere Leistungen erbringe, erklärt Gawlowski gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

Garantierter Lieferservice

„Wir unterstützen sie im Marketing, mit Gratis-Kühlern, garantieren Liefersicherheit und einen guten Service dank der Nähe zum Kunden. Deshalb kaufen die meisten Restaurants ja auch weiterhin bei uns ein." Sorgen bereitet Gawlowski zudem die mögliche Verschärfung des Kartellgesetzes, das im Parlament zur Debatte steht: „Es kommt darauf an, wie das neue Kartellgesetz umgesetzt würde. Wir sind ein lokaler Produzent. Es kann nicht sein, dass man uns die Preise diktiert. Das wäre für den Werksplatz Schweiz verheerend."