CO2-Messgeräte
Nun rüsten auch die Primarschulen im Kampf gegen Corona technisch auf

Das Baselbiet setzt als einer der wenigen Kantone konsequent auf CO2-Messgeräte, welche anzeigen, wann in Klassenzimmern gelüftet werden muss. Nun beginnen auch Primarschulen damit, das Lüften mit technischer Unterstützung zu standardisieren.

Tomasz Sikora
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Propagiert schon lange den Einsatz von CO2-Messgeräten im Kampf gegen Covid-Ansteckungen: GLP-Nationalrat Martin Bäumle.

Propagiert schon lange den Einsatz von CO2-Messgeräten im Kampf gegen Covid-Ansteckungen: GLP-Nationalrat Martin Bäumle.

Alessandro Della Valle / KEYSTONE

Während Deutschland vor allem auf Luftfilteranlagen setzt, um Corona-Infektionen in Klassenzimmern zu verhindern, halten die beiden Basel diese für ineffektiv und zu teuer. Stattdessen wird besonders im Baselbiet, das als einziger Kanton auch die Sekundarschulen betreibt, der Einsatz von CO2-Messgeräten propagiert, welche Alarm schlagen, sobald der CO2-Gehalt der Raumluft zu hoch ist und es zum Lüften Zeit wird. Bereits im Mai verteilte der Kanton 500 solcher Geräte an Gymnasien, Berufs- und Sekundarschulen.

Die Erfahrungen mit den Geräten waren offenbar so gut, dass nun auch Primarschulen nachzuziehen beginnen: Wie der Muttenzer Gemeinderat diese Woche ankündigte, sollen diese Geräte nun auch in den Muttenzer Primarschulen zum Einsatz kommen: «110 Stück sollen in den Klassenzimmern der Primarstufe und deren fünf in den Räumen der Musikschule eingesetzt werden. Die bewilligten Gesamtkosten belaufen sich auf rund 10’200 Franken.»

Der für das Schulwesen zuständige Gemeinde- und Schulrat Thomas Schaub erklärt: «Das Amt für Volksschulen hat Anfang September die Empfehlung herausgegeben, CO2-Messgeräte auch an den Primarschulen zu installieren.» Der Gemeinderat unterstütze das, so Schaub:

«Für Schülerinnen und Schüler unter zwölf Jahren gibt es noch keinen Impfstoff. Mit dieser Massnahme wollen wir zu einem besseren Schutz für sie beitragen.»

Auch in Liestal folge man der Empfehlung, sagt der zuständige Stadtrat Lukas Felix: «Daher haben wir bereits pro Schulhaus einige Geräte bestellt und wir werden diese einsetzen, damit die Lehrpersonen ein Gefühl für regelmässiges Lüften erhalten können.» Dass es aber durchaus auch skeptische Gemeinden gibt, zeigt das Beispiel Allschwils. Adrian Landmesser, der in Allschwil für den Bereich Bau zuständig ist, sagt: «Wir sind zum Schluss gekommen, dass die Luftqualität grundsätzlich mit regelmässiger Fensterlüftung unter den Grenzwerten haltbar ist.»

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