Sprachenzentrum

Das Sprachenzentrum der Universität Basel feiert sein zehnjähriges Bestehen

Universität Basel. Nicole Nars-Zimmer

Universität Basel (Archiv)

Universität Basel. Nicole Nars-Zimmer

Seit zehn Jahren werden im Sprachenzentrum an der Universität Basel Sprachkenntnisse erworben, verbessert und perfektioniert. Dabei wird ein hoher Arbeitseinsatz verlangt.

Vom Ein-Frau-Betrieb zu einem Apparat mit sieben Mitarbeitenden und rund 50 Dozenten: Das ist die zehnjährige Geschichte des Sprachenzentrums der Universität Basel. Alles hat klein angefangen: Eine Umfrage über die Sprachkenntnisse und Mehrsprachigkeit hat Handlungsbedarf aufgezeigt. Vor zwölf Jahren wurde ein Sprachkonzept erarbeitet, zwei Jahre später folgte dessen Umsetzung – das Sprachenzentrum öffnete die Türen.

Hohe Ansprüche

Seit Tag eins hat die Leiterin Petra Gekeler hohe Qualitätsansprüche: «Die Herausforderung besteht darin, beim Ausbau und der Weiterentwicklung des Sprachenzentrums die Qualität der Veranstaltungen auf ihrem Niveau zu halten.»

Von den 2500 Studenten, die jährlich Kurse, Workshops und Trainings am Sprachenzentrum besuchen, wird viel verlangt. «Eine Sprache zu lernen oder zu perfektionieren, ist zeitintensiv und verlangt einen hohen Arbeitseinsatz», weiss Gekeler aus eigener Erfahrung. So sind die Kreditpunkte, die erworben werden können, hart verdient.

Nicht nur Studenten, sondern auch Doktorierende und Mitarbeitende sowie Ehemalige der Universität Basel können sich in 17 Sprachen weiterbilden. Neben den eher gängigen Sprachen gibt es gelegentlich auch Unterrichtseinheiten in Swahili, Ungarisch oder Finnisch. Ein möglichst breites Angebot ist jedoch nicht das Hauptziel des Sprachenzentrums: «Wichtig ist, dass wir mit den Fakultäten im Dialog stehen», sagt Gekeler. Es gehe nicht darum, eine möglichst grosse Masse an Studierenden auszubilden. «Unser Anliegen ist es, eine Balance zwischen den Bedürfnissen der Studierenden in ihrem Studienumfeld und dem Kursangebot zu finden.»

Mehrsprachigkeit fördern

Momentan spürt das Sprachenzentrum einen Zulauf bei den Sprachen Arabisch, Russisch und Chinesisch. Weiter sind Deutsch-Kurse bei ausländischen aber auch bei Studenten aus der Romandie und dem Tessin beliebt. Für viele geht es vor allem darum, an der Stilistik zu feilen und das wissenschaftliche Schreiben zu üben. In Zukunft möchte das Sprachzentrum vermehrt Schwerpunkte bei der Mehrsprachigkeit setzen. Ideen, so Gekeler, würden oft verloren gehen, wenn man sie nicht in einer vertrauten Sprache zum Ausdruck bringen könne.

Nach dem Motto «eine kleine Welt, die Welten erschliesst», feiert das Sprachenzentrum sein zehnjähriges Bestehen. Kommenden Dienstagabend bietet das Team Einblick und Rückblick in diese Welt. Von den eigenen Erfahrungen erzählt ein ehemaliger Student, welcher seinen Rucksack im Sprachenzentrum mit Vokabeln, Grammatik und Übungen vollpackte. Er ist heute diplomatischer Mitarbeiter beim Bundesamt für auswärtige Angelegenheiten und gehört zu den 17 000 Personen, die ihre sprachlichen Kenntnisse im Sprachenzentrum aufgefrischt und weiterentwickelt haben.

Jubiläumsanlass Sprachenzentrum:

Dienstag, 12. März, 17 Uhr, Aula im
Kollegienhaus der Uni, Petersplatz 1.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1