Pratteln

Der 80 Meter hohe Ceres-Tower wird sich in Pratteln ausbreiten

Schwindelerregende Höhen: Die Bauprofile auf dem Bus-Parkplatz sind gut gesichert.

Schwindelerregende Höhen: Die Bauprofile auf dem Bus-Parkplatz sind gut gesichert.

Der Prattler Bahnhofsplatz erhält bald ein Hochhaus: Der Helvetia-Turm soll nur wenige Meter östlich davon direkt an der Eisenbahnlinie entstehen, schon lange wird über den Ceres-Tower auf dem heutigen Buss-Parkplatz gemunkelt

Nun hat Ceres offenbar die Nase vorne: Seit rund einer Woche stehen die gut gesicherten Bauprofile auf dem Parkplatz und weisen den Weg in schwindelerregende Höhen. Am 30. August wurde das Baugesuch öffentlich publiziert, der Quartierplan ist allerdings noch nicht rechtskräftig und liegt beim Kanton.

Leicht modifiziert

Derweil wurde das Projekt offenbar leicht modifiziert: In den Planungsunterlagen waren im nördlichen Eingangsbereich des Towers noch vor einem Jahr Verkaufsläden vorgesehen. Nun dominieren im Erdgeschoss sechs Konferenzräume, der Haupteingang auf der westlichen Seite (mit einer gedeckten Vorfahrt) führt zu einer 100 Quadratmeter grossen Lobby. Das geplante Restaurant hingegen taucht weiterhin auf den Plänen auf: Eine Kantine mit 120 Sitzplätzen ist geplant, südlich des Towers sind gar einige Aussensitzplätze vorgesehen, die Anlieferung zur Küche erfolgt im Nordosten.

Zusammen mit dem Teil «Ceres living» im östlichen Bereich bis hin zur Münchackerstrasse sind insgesamt maximal 440 Parkplätze erlaubt, unter dem Hochhaus selbst entstehen auf drei Kelleretagen insgesamt 205 Parkplätze. Die Ein- und Ausfahrt zum Gallenweg befindet sich wie schon länger geplant am Südrand der Parzelle.

70 Prozent für Wohnungen

Bis zum siebten Stockwerk sollen vor allem Büros unterkommen. Doch da 70 Prozent der Fläche für das Wohnen genutzt werden müssen, finden im Hochhaus auch viele grosszügige Wohnungen Platz: Wohnbereich, Essbereich, je drei zusätzliche Zimmer, dazu zwei Badezimmer und ein Reduit. Auch rund sechs Quadratmeter grosse verglaste Loggias sind für jede Wohnung vorgesehen. Diese fallen nicht unter die Beschränkung der Geschossfläche.

Das Projekt musste früher bereits redimensioniert werden. Das von oben gesehen kissenförmige Hochhaus wird nun noch knapp 30 Meter breit. Je nach Zählweise bieten die Wohnungen rund 100 bis 122 Quadratmeter Wohnfläche. Von der 13. bis zu 21. Etage sind jeweils auch etwas kleinere Wohnungen vorgesehen.

Die 22. Etage wird als «Penthouse» bezeichnet, zumindest im Grundriss sind auch hier grosse Wohnungen zu erkennen. Die früher erwähnte «Skylounge» für Genussraucher ist derweil spurlos verschwunden, ebenso die Dampfbäder. Darüber gibt es lediglich noch Lüftungstechnik sowie eine Anlage zur Aussenfensterreinigung - der höchste Punkt liegt 84 Meter über der Erde. Die Bagger dürften nicht vor dem nächsten Frühling auffahren.

Schwindelerregende Höhen: Die Bauprofile auf dem Bus-Parkplatz sind gut gesichert.

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