Sie ist viereckig, braun, süss und zergeht auf der Zunge. René Meier, Direktor der Firma Cacobean AG, zeigt stolz die Schokoladenlinie «Kidi-Choc»: Sie enthält 40 Prozent weniger Zucker als andere Schokoladen. «Zum Glück habe ich Enkel, die mir sagen, was drin sein muss», schmunzelt Meier. Seine Tochter und seine Enkel haben bei der Entwicklung der Schokolade mitgeholfen.

Die «Kidi-Choc» räumte 2011 in der Sparte Neuheiten den ersten Preis an der internationalen Süsswarenmesse in Köln ab. Die Schokolade bietet den Kindern einen Mehrwert. Denn in jeder Schachtel ist ein Märchen beigelegt.

Die Schokolade ist mundgerecht portioniert und in farbenfrohen Bildern eingepackt. «Mit den Märchen wollen wir Kinder zum Lesen anregen», erklärt Meier. Die einzelnen Schokoladenstückchen seien praktisch, da man nicht gleich die ganze Tafel essen müsse.

Die verwendeten Schokoladebohnen stammen aus Ecuador. Cacobean AG mit Sitz an der Prattelerstrasse im Gellertquartier in Basel arbeitet mit einem führenden Schweizer Schokoladenhersteller zusammen, dem faire Arbeitsbedingungen bei Anbau und Ernte wichtig sind. In Basel erhält die Schokolade dann den letzten Schliff.

Zusammenarbeit mit IV-Bezüger

Mehrere IV-beziehende Frauen und Männer sitzen an einem grossen Tisch. Sie packen konzentriert Schokolade in die Kartonschachteln, legen den Lesestoff dazu und verschliessen sie. «Die Konfektionierung machen Mitarbeiter der Stiftung Band-Werkstätten Basel», erklärt Meier. In den Firmenstatuten liess der Direktor festlegen, dass 60 bis 70 Prozent der Konfektionierungsarbeit von Personen mit einem Handicap ausgeführt werden müssen.

«Ich will nicht primär für Aktionäre arbeiten», sagt Meier. Vielmehr liege ihm und anderen Investoren die soziale Verantwortung am Herzen. Daher würden auch zweieinhalb Prozent der Einnahmen von einer «Kidi-Choc» an die Kinderkrebshilfe Schweiz gehen, erklärt Meier.

Vom Lehrling zum Direktor

Meier will mit innovativen Produkten überzeugen. Er sei kein Grossverteiler, sondern eine kleine Firma. Er leitet das 2010 gegründete Unternehmen zusammen mit Operations-Managerin Agota Hayne.

Meier lernte ursprünglich Konditor, anschliessend lernte er Bonbon-Macher und bildete sich weiter zum Süsswarentechnologen. Danach arbeitete er 22 Jahre lang in Führungspositionen für Nestlé und bereiste die Welt. «Ich bin bereits 50 Jahre im Schokoladenbusiness tätig», erklärt Meier.

Der aktive 70-Jährige wünscht sich, dass seine Produkte in einigen Jahren weltweit in verschiedenen Läden erhältlich sind. Im Moment konzentriere er sich aber auf den Ausbau der Firma und die Präsentation seiner Produkte auf internationalen Messen.