Jubiläum
Die Organisation Baselland Tourismus bleibt weiterhin eigenständig

Nach 10 Jahren zieht Baselland Tourimus eine gute Bilanz. Seit 2003 ist die Zahl der Logiernächte im Baselbiet um 37 Prozent gestiegen und im vergangenen Jahr wurde damit ein neuer Rekord aufgestellt. Eine Fusion mit Basel-Stadt wird es nicht geben.

Sanna You
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bz Basellandschaftliche Zeitung

Die Dachorganisation Baselland Tourismus blickt auf eine erfolgreiche Dekade zurück. «Der Leistungsausweis ist beachtlich und nicht selbstverständlich», betont Peter Schmid, ehemaliger Regierungsrat und Vorstandsmitglied bei Baselland Tourismus.

Dieser Leistungsausweis, der gestern an einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, zeichnet sich unter anderem durch folgende Punkte aus: Seit 2003 ist die Zahl der Logiernächte im Baselbiet um 37 Prozent gestiegen - alleine im vergangenen Jahr verzeichnete Baselland Tourismus mit über 260 000 Übernachtungen einen neuen Rekord. Mit 55 Hotels stehen inzwischen rund 2600 Betten in der Region zur Verfügung. Und die Tourismusbranche macht 5,5 Prozent der Gesamtbeschäftigung des Kantons aus. «Der Tourismus macht keine Riesensprünge, aber er nimmt kontinuierlich zu», führt Schmid erfreut aus.

Das Baselbiet sei natürlich nicht vergleichbar mit New York, deshalb ist die landschaftliche Ausrichtung besonders wichtig. «Wir müssen authentisch bleiben», so Schmid. Das sei unter anderem der Grund, wieso Baselland Tourismus eigenständig bleiben und sich nicht mit Basel-Stadt zusammenschliessen möchte. Schmid: «Die Tourismusförderung ist in den beiden Kantonen einfach zu unterschiedlich.» Jedoch schliesst sie sinnvolle Kooperationen nicht aus und möchte weiterhin eine grenzüberscheitende Zusammenarbeit mit Basel und dem benachbarten Ausland pflegen.

Anlaufstelle für diverse Projekte

Aktuell ist eine institutionalisierte Zusammenarbeit mit Laufen geplant. Diese wird unter dem Namen «Promotion Laufental» laufen und ist eine wirtschaftsfördernde Organisation. «Wir haben uns nämlich auch zu einer wichtigen Anlaufstelle für Projekte und Events in den Gemeinden entwickelt», sagt René Eichenberger, Präsident von Baselland Tourismus. Das habe sich auch beim alljährlichen Römerfest in Augusta Raurica, das mittlerweile zum 16. Mal stattfindet, bewährt. Eichenberger: «Da helfen wir jeweils in der Logistik und Vermarktung mit.» Ein noch junges Projekt ist die im Juni herausgegebene neue Veloroutenkarte, die sich speziell auf E-Bikes ausrichtet. Laut Eichenberger erfreut sie sich bereits «einer sehr grossen Beliebtheit».

Das künftige Ziel von Baselland Tourismus ist, für mehrere Zielgruppen attraktiver zu werden. Dies könne mit ihrem Kongress- und Seminarpotential, das noch nicht ausgeschöpft ist, erreicht werden. «Das Baselbiet bietet da viele nutzbare Räumlichkeiten an», sagt Eichenberger. Auch überregional wollen sie beliebter werden: Mit dem Baselland-Shop, der regionale Produkte anbietet, sei ein erster Schritt in diese Richtung gemacht. Ausserdem ist auf Ende Jahr eine Neugestaltung der Homepage geplant, damit Baselland Tourismus sich - gemäss Eichenberger - «noch übersichtlicher präsentieren kann».

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