Basler Dybli

Die Taube feiert ihren 175. Geburtstag

Das "Basler Dybli" auf einem Briefumschlag (Archiv)

Das "Basler Dybli" auf einem Briefumschlag (Archiv)

So entstand die erste Basler Briefmarke.

Das «Basler Dybli», einer der teuersten Exportschlager der Schweiz, feiert am 1. Juli ihr 175-Jahr-Jubiläum. Eine Briefmarke, die nicht nur in der Schweiz einen hohen Stellenwert habe, sondern eine Reichweite von den USA bis nach Tokyo besitze, erzählt Jean-Paul Bach. Der Basler Philatelist besitzt laut eigenen Angaben die einzige bekannte Spezialsammlung zur Taube. «Für mich ist das ‹Dybli› die schönste, speziellste und berühmteste Marke der Welt», sagt Bach.

Architekt gestaltete die einzige Basler Briefmarke

Das «Basler Dybli», das einen grossen Bestandteil in der Basler Kultur ausmacht, erreicht mittlerweile einen Wert von über 400000 Franken. Die Marke hat ihren Ursprung in der historischen Entwicklung des Basler Postwesens. Die Idee entstand, um ebendieses zu vereinfachen. 1843 beauftragte der Grosse Rat den Architekten Melchior Berri, die erste Briefmarke von Basel-Stadt zu gestalten. Berri passte die Gestaltung der Marke an die schon von ihm entworfenen sieben Briefkästen in Basel an; eine Taube mit einem Brief im Schnabel.

Die Basler Taube wurde als erste Briefmarke im Dreifarbendruck hergestellt. Damals war die Marke noch längst nicht so wertvoll und kostete 2.50 Franken pro Stück – ein Preis, der mit den aktuellen Preisen der Basler Taube nicht mehr zu vergleichen ist. Weiter ist das «Dybli» die erste und einzige Basler Briefmarke, da kurz nach ihrer Lancierung im Jahr 1849 ein einheitliches Postwesen für die ganze Schweiz eingeführt wurde.

«Heute existieren noch 3'000 lose Briefmarken dieser Sorte sowie 400 ‹Dybli› auf Briefumschlägen», so Bach. Eine genaue Anzahl ist nicht bekannt. Laut Bach weisen die meisten Mängel auf, nur wenige sind gut erhalten.
Das «Basler Dybli» wird zu seinem 175-Jahr-Jubiläum gebührend gefeiert. Im Herbst 2020 findet in der Basler Messe vom 6. bis 8. November eine Ausstellung statt. Seltenere Exemplare der Marke werden gezeigt und zudem präsentiert die Schweizer Post eine Sondermarke.

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