Blinde Passagiere

Drei Tage im Motorraum, dann von Polizei gestoppt

Flüchtlinge haben sich in einem Reisebus versteckt (Symbolbild)

Flüchtlinge haben sich in einem Reisebus versteckt (Symbolbild)

Die Polizei griff auf der Autobahn A2 zwei von Kopf bis Fuss russgeschwärzte Palästinenser auf. Die beiden machten sich in Italien auf die Reise nach Frankreich - und krochen in den Motorraum eines Cars. Dreit Tage waren sie ohne Essen unterwegs.

Da staunte sogar die Polizei. Am Freitag Abend erhielt die Polizei Basel-Landschaft die Meldung, wonach sich in Pratteln BL auf der Autobahn A2, Fahrtrichtung Bern/Luzern, zwei «dunkelhäutige» Fussgänger befinden würden.

In der Folge griff die Polizei dort zwei Männer im Alter von 21 und 24 Jahren auf. Sie sprachen nur arabisch, hatten keinerlei Ausweispapiere auf sich und waren von Kopf bis Fuss mit Schmutz und Russ geschwärzt.

Weitere Abklärungen nach Beizug eines Dolmetschers, welcher der arabischen Sprache mit Berberdialekt mächtig war, ergaben, dass die beiden Männer in Italien in den Motorraum eines unbekannten Reisecars gestiegen waren und nach Frankreich reisen wollten.

Auf dem Gelände der Autobahn-Raststätte Pratteln machte dann der Reisecar eine Pause. Wegen der Motorwärme wurde den beiden «Schwarzfahrern»' wohl etwas zu warm, weshalb sie sich entschlossen, auszusteigen und ihre Reiseroute zu Fuss, auf dem Pannenstreifen der Autobahn, fortzusetzen.

Die weiteren Abklärungen ergaben, dass die beiden Männer drei Tage unterwegs waren, ohne irgendwelche Nahrung zu sich genommen zu haben.

Die beiden Palästinenser wurden dem Amt für Migration übergeben, weitere Abklärungen sind nun im Gange.

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