Ein(e) Art Tagebuch
Off muss nicht off sein

Die wichtigste Kunstmesse der Welt ist zurück in Basel. Wir werfen jeden Tag ein kleines Schlaglicht darauf, was sich dort abspielt und was das mit der Stadt Basel macht.

Patrick Marcolli
Patrick Marcolli
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Während der Art ist einiges los auf dem Messeplatz.

Während der Art ist einiges los auf dem Messeplatz.

Patrick Marcolli

Er funktioniert tatsächlich, dieser «Platz»! Bei strahlendem Sonnenschein und mit vielen Menschen, die essen, sich unterhalten und der Performance mit den halbtransparenten Plastikkugeln zuschauen, wird es einem auf dem Messeplatz für einmal heimelig zumute. Ach, wäre doch das ganze Jahr über Messe, ob die Art oder eine andere. Aber schon nächste Woche wird sich der dunkelgeteerte Raum hinter dem Riegel der Halle 1 wieder in eine Wüste verwandeln, leblos und von der Stadt abgeschnitten.

Stellt sich die Frage nach der räumlichen Wirkung der diesjährigen Art auf die Stadt. Die Kunstmesse wirkte kompakter als sonst. Wesentlich kleiner war sie nicht, aber die «Liste» mit jungen Wilden war aus Pandemiegründen für einmal nicht in der Warteck-Brauerei zu Hause, sondern in der Hotz-Halle am Riehenring. Die Verantwortlichen sollten sich ernsthaft überlegen, ob sie dies nicht beibehalten wollen. Neue Kunst braucht nicht zwingend einen «Off-Space», um «off» zu sein. Und der Basler Kunstwoche tut diese Konzentration irgendwie gut. Dem Messeplatz sowieso.

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