Ex-Regierungsrat
Hans-Peter Wessels startet Karriere als Selbständiger

Der ehemalige Basler Baudirektor hat die Firma Wessels Enterprises gegründet. Sein Angebot: Strategie, Management und Mediation.

Christian Mensch
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Hans-Peter Wessels ist «open for new opportunities».

Hans-Peter Wessels ist «open for new opportunities».

Kenneth Nars

Der nicht mehr zur Wahl angetretene Regierungsrat Hans-Peter Wessels (59) hat bisher ein Mandat angenommen. Er ist neuer Präsident des ziemlich schläfrig gewordenen Vereins Metrobasel. Dessen aktuelles Projekt ist ein virtuelles, grenzüberschreitendes 3-D-Modell der Region. Und dieses Amt ist erst noch unbezahlt. Doch der ehemalige Baudirektor möchte wieder tätig werden und hat dazu die Einzelfirma Wessels Enterprises gegründet. Dienstleistungen in den Bereichen Strategie, Management und Mediation will Wessels anbieten.

Er sagt: «Ich fühle mich noch nicht pensionsreif.» Konkrete Aufträge seien nicht spruchreif. Auf seinem LinkedIn-Profil gibt er an: «Open for new opportunities.» Ziel sei allerdings nicht, am Schluss mehr zu arbeiten als er als Regierungsrat gearbeitet habe.

Christoph Brutschin bleibt seinen Dossiers treu

Klassische Anschlusslösungen hat Wessels Kollege Christoph Brutschin gewählt. Er bleibt der Vertreter von Basel-Stadt im Verwaltungsrat der MCH Group und damit die Gewährsperson, dass die regionalen Anliegen beim Messekonzern Gehör finden. In der Nachfolge von Ralph Lewin übernimmt er zudem das Präsidium beim SVS, dem Interessenverband der Hafenwirtschaft. Anders als noch als Regierungsrat wird er sich in dieser Funktion allerdings nur gebremst für das Hafenbecken 3 und den Gateway Basel Nord einsetzen können, um die divergierenden Interessen der Verbandsmitglieder unter einem Hut zu halten.

Untergekommen ist auch der abgewählte Justiz- und Polizeiminister Baschi Dürr. Er übernimmt im Teilzeitpensum das Immobilienentwicklungsunternehmen Uptown Basel der Familie von Thomas Staehelin.

Auf dem Arbeitsmarkt noch nicht erkennbar aufgetreten ist Elisabeth Ackermann. Die Pensionen der ehemaligen Regierungsräte sind allerdings auch nicht so ausgestaltet, dass sie sich nach dem freiwilligen oder erzwungenen Rücktritt finanzielle Sorgen machen müssten.