Ohne Warnung
Facebook löscht Profil des Basler Stadtbuchs

Ein historischer Beitrag veranlasst die Social-Media-Plattform dazu, das Profil zu deaktivieren. Die Betreiber können derzeit keine Posts mehr veröffentlichen.

Elodie Kolb
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Ein wohl falscher Verdacht der Plattform hat zur Löschung eines Profils beigetragen.

Ein wohl falscher Verdacht der Plattform hat zur Löschung eines Profils beigetragen.

Richard Drew / AP

Auf der Facebook-Seite des Basler Stadtbuchs sollte Ende Juli ein «sachlicher» Post über Benito Mussolini als «Person der Zeitgeschichte» veröffentlicht werden. Soweit kam es jedoch nicht, wie die Betreiberin der Seite, die Christoph Merian Stiftung, am Donnerstag mitteilt: Zu Beginn des selben Monats löschte Facebook das Profil des Basler Stadtbuchs.

Seither versuche die Christoph Merian Stiftung vergeblich, die Angelegenheit mit Facebook zu klären. «Sie bedauert die Löschung des erfolgreichen und beliebten Profils ausserordentlich und prüft nun rechtliche Schritte», heisst es in der Mitteilung.

Das Basler Stadtbuch ist nach Angaben der Stiftung seit 2017 auf Facebook und veröffentlicht Beiträge zu historischen Ereignissen der Stadt Basel. Der Post zu Mussolini habe sich auf seinen Auftritt als Streikführer des Maurerstreiks in Basel 1903 bezogen und seine anschliessende Verhaftung in Bern.

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