Falschmessungen
Auch Therwil und Birsfelden ziehen Blitzer aus dem Verkehr

Das gerade bei kleineren Polizeikorps beliebte Geschwindigkeits-Messgerät Leivtec XV3 liefert teilweise falsche Resultate. Jetzt haben weitere Gemeinden reagiert.

Benjamin Wieland
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Wird man in Allschwil, Therwil und Birsfelden künftig nicht mehr sehen: Der Blitzer Leivtec XV3.

Wird man in Allschwil, Therwil und Birsfelden künftig nicht mehr sehen: Der Blitzer Leivtec XV3.

Leivtec

Nach Allschwil haben jetzt auch Birsfelden und Therwil das Radargerät Leivtec XV3 bis auf Weiteres ausser Dienst gestellt. Das teilen beide Gemeinden auf Anfrage der bz mit. Der Hersteller des mobilen Blitzers hatte im März selber zu diesem Schritt geraten. Zuvor waren Zweifel an der Zuverlässigkeit von Messungen aufgekommen. In Deutschland hatten zahlreiche Behörden ihre XV3 nicht mehr eingesetzt.

In der Schweiz dauerte es etwas länger. Die hiesige Zulassungsbehörde reagierte erst diese Woche auf die Meldungen aus Deutschland. Das Institut für Metrologie (Metas) teilte den Nutzern mit, man empfehle ihnen, vorläufig auf Geschwindigkeitskontrollen mit dem XV3 zu verzichten. Man wolle zuerst eigene Tests durchführen.

Im Kanton Baselland besitzt auch Pratteln einen XV3. Dort ist die Mitteilung des Instituts für Metrologie entweder noch nicht eingetroffen – oder aber nicht bis zur verantwortlichen Person durchgedrungen. Die Gemeinde schreibt auf Anfrage, man habe von Metas noch nichts vernommen. Aber: «Sollten wir vom Bund oder von Metas eine Empfehlung erhalten, werden wir die weiteren Schritte natürlich prüfen.»