Freizeitvergnügen
Der Europa-Park bleibt auch an Ostern coronabedingt geschlossen – mit Folgen

Eigentlich sollten über die Osterfeiertage wieder Besucher in den Europa-Park im deutschen Rust strömen. Doch die Pandemie verunmöglicht eine Öffnung. Das hat Konsequenzen.

Silvana Schreier
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Kein freudiger Tag für Ed Euromaus: Die Eisskulpturen verlieren langsam ihre Form.

Kein freudiger Tag für Ed Euromaus: Die Eisskulpturen verlieren langsam ihre Form.

Bild: zvg/Europa-Park

50 Eiskünstler schnitzten über sechs Wochen an 30 Eisskulpturen. Sie verarbeiteten 200 Tonnen Eis für die bis zu fünf Meter hohen Werke. Der Anlass war der 45. Geburtstag des Europa-Parks im deutschen Rust. Seit mehreren Wochen standen die Skulpturen parat, warteten auf das Publikum. Denn eigentlich hätte die winterliche Ausstellung noch in den kalten Monaten stattfinden sollen.

Roland Mack, Inhaber des Freizeitparks, muss den Figuren beim Schmelzen zusehen.

Roland Mack, Inhaber des Freizeitparks, muss den Figuren beim Schmelzen zusehen.

Bild: zvg/Europa-Park

Wegen der anhaltenden Coronapandemie wurde die Ausstellung in den Frühling verschoben. Vergeblich. Denn nun müssen die Maskottchen des Freizeitparks, die Abbildungen der beliebten Bahnen und die aufwendig geschnitzten Figuren endgültig weichen. Auch zu Ostern kann der Europa-Park seine Tore nicht öffnen, wie mitgeteilt wird. Europa-Park-Inhaber Roland Mack sagt:

«Die Eisskulpturen-Ausstellung ist ein trauriges Symbol für die aktuelle Situation. Die Hoffnung zerrinnt wie das Eis in der Sonne.»

Der Erhalt der Eisskulpturen, die eine Temperatur von minus acht Grad benötigen, wurde schliesslich zu aufwendig. Mehrere hunderttausend Euro habe man darin investiert. Jetzt müsse der Strom abgestellt werden – und das bedeutet das Ende der Eisskulpturen.

In den sozialen Medien leiden die Fans des Europa-Parks mit. Eine Userin schreibt: «Tut einem im Herzen weh. Ich wünsche euch so sehr, dass ihr bald wieder öffnen könnt.» Andere bedauern, dass der Oster-Ausflug in den Freizeitpark nun doch nicht stattfinden könne.

Die Ausstellung hätte «45 Jahre Europa-Park – Meilensteine in Eis» heissen sollen.

Die Ausstellung hätte «45 Jahre Europa-Park – Meilensteine in Eis» heissen sollen.

Bild: zvg/Europa-Park

Streaming-Dienst soll demnächst online gehen

Laut der «Badischen Zeitung» plant der Europa-Park aber eine zusätzliche Attraktion – die von den Fans sogar von zu Hause aus genutzt werden kann. Die Tochterfirma Mack Next lanciert den Streaming-Dienst «Veejoy». Geschäftsführer Michael Mack will ein «Netflix der Freizeitparks» schaffen. Auf der Plattform soll aber nicht nur der Europa-Park, sondern auch andere vergleichbare Attraktionen auftreten.

Auf dem bereits existierenden Youtube-Kanal sind derzeit Interviews sowie Szenen von hinter den Kulissen zu sehen. Mit den jeweils wöchentlich erscheinenden Videos unterhalten die Macher erst knapp 230 Abonnenten. Dies soll sich ändern, sobald der Streaming-Dienst «Veejoy» in den kommenden Wochen eingeführt wird.