Geistschreiber
Lesbenkinder

Mit spitzer Feder kommentiert der Geistschreiber das Geschehen in der Region, im Land, ja auf der ganzen Welt.

Willi Näf
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Ein kleines Mädchen feiert in Bukarest während der Pride.

Ein kleines Mädchen feiert in Bukarest während der Pride.

Vadim Ghirda / AP

Die Schweizerische Partei für Kinderrechte und Freiheitstrychler ist gegen die Samenspende für Lesbenpaare. Damit keine rechtswidrigen Kinder auf die Welt kommen. Ein Kind hat nämlich das Recht auf einen Vater, sagt die Partei. Aber bei Lesben kriegt es ja widerrechtlich nur zwei «Mütter», gell. Also einseitige Ernährung für die Seele, gell. Und was für ein Herzensanliegen der Schweizerischen Partei für Kinderrechte und Freiheitstrychler die Kinderseelen sind, zeigt ihr jahrzehntelanges Engagement für höhere Familienzulagen, Vaterschaftsurlaub, bezahlbare Tagesstrukturen und der Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gell.

Ich bin natürlich ganz auf der Parteilinie. Man kennt ja die Vaterproblematik. Die Erzeuger von Kindern alleinerziehender Mütter sind selten da, die Karriereväter sind ausser Haus und die Väter von Waisen sind ausser Betrieb (wobei die Witwen dafür nichts können, in der Regel, es ist die Natur, die sich einen Dreck um Kinderrechte schert). Von den übrigen Vätern sind viele abwesend oder geistesabwesend, übermüdet, genervt, besoffen, gewalttätig oder an Parteiversammlungen. Darum nämlich haben acht von zehn Schweizer Kindern einen Dach- und Seelenschaden, oder etwa nicht? Sieht man doch! (Die unbeschädigten Kinder Nr. neun und zehn sind von mir).

Nun behaupten manche, Lesben würden nur gewollte Kinder kriegen, weil nämlich die Beschaffung so kompliziert sei, weshalb sie sich auch zweimal überlegen würden, ob sie welche wollten, (was man den Penisträgern nicht pauschal unterstellen möchte). Lesbenkinder hätten es also wohl ganz gut. Aber hallo? Ohne Vater? Und die Schäden? Den Mangel an männlichen Rollenvorbildern fangen ja nicht mal mehr die Schulhäuser auf, da sind fast nur noch Lehrerinnen! Und niemanden kümmert all das, ausser unserer Schweizerischen Partei für Kinderrechte und Freiheitstrychler, die seit Jahr und Tag für eine Aufwertung des Lehrberufs einsteht, damit er auch für Männer wieder attraktiv wird. Und ihr selbstloser Einsatz für das Wohl der Kinder hätte längst Früchte getragen, würde er nicht dauernd torpediert von den wohlstandsverwahrlosten rotgrünen Städtern mit ihren veganen Bürzis, Zertifikaten und Regenbogen-Pins.

Gell!

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