Persönlich
Der Mitarbeiter im Handy-Shop ist mein Sancho Pansa

Wenn ein Handy aussteigt, ist das sehr unpraktisch. Und Grund, sich wieder einmal eingehend mit Kundenservice und Hotline auseinanderzusetzen. Auf in den Kampf!

Stefan Strittmatter
Stefan Strittmatter
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Es gibt kaum Langweiligeres als Erfahrungsberichte über Kunden­services und Hotlines. Erstere verdienen ihren Namen nicht und bei letzteren bleibt niemand cool. Vor allem aber: Jede und jeder hat ihre oder seine eigenen Kriegsgeschichten aus der grossen Schlacht gegen diese Windmühlen und will die der anderen nicht hören.

Dennoch: Ich breche mit meinem Vorsatz, nicht über diese Themen zu glossieren. Und ich breche eine Lanze für die schlechtbezahlten Mitarbeiter, die im Shop meines gewählten Telekommunikationsanbieters tagtäglich den Kopf hinhalten müssen für Probleme, die sie weder verursacht haben noch zu lösen befugt sind. Noch mehr als die kämpferischen Kunden sind sie machtlos in diese Schlacht gezogen (worden). Und wie Sancho Pansa sind auch sie zuweilen sehr lustig – gewollt oder nicht.

Kein anderes Telefon in Sicht

Meine Windmühlenstory liest sich so: Das Handy spinnt. Seit Monatsbeginn kann ich weder telefonieren noch SMS verschicken. Nichts geht rein, nichts geht raus. Das ist – weil ich keinen Heimanschluss zum Ausweichen habe – ein Problem, denn: Ich. Kann. Nicht. Telefonieren!

Drei mal war ich deswegen rund eine Stunde im Shop. Man versicherte mir anerkennend, dass mein Problem technisch spannend sei. Gelöst ist es weiterhin nicht. Er sähe, so der junge Kundenberater bei meinem letzten Besuch, nun nur noch die Möglichkeit, eine neue SIM-Karte zu bestellen: «Rufen sie dafür bitte bei unserer Hotline an.» Ihm selber, so die zusätzliche Pointe, sei dies vertraglich verboten.

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