Kommentar

In Krisenzeiten handeln statt abwarten

Barbara Schüpbach-Guggenbühl (Staatsschreiberin), Conradin Cramer, Hans-Peter Wessels, Baschi Dürr (Vizepräsident), Elisabeth Ackermann (Präsidentin), Christoph Brutschin, Lukas Engelberger,  Tanja Soland

Regierungsrat Basel-Stadt

Barbara Schüpbach-Guggenbühl (Staatsschreiberin), Conradin Cramer, Hans-Peter Wessels, Baschi Dürr (Vizepräsident), Elisabeth Ackermann (Präsidentin), Christoph Brutschin, Lukas Engelberger, Tanja Soland

Nun ist der Regierungsreigen komplett: Gesundheit, Sicherheit, Erziehung, Wirtschaft, Finanzen, dazu ein präsidiales Nötchen (symbolisch), minus Bau und Verkehr (hier nicht relevant). Die basel-städtischen Behörden haben mit dem Auftritt von Finanzministerin Soland, ihrem ersten im Amt, und Wirtschaftsminister Brutschin ihr Massnahmenpaket in Sachen Corona-Virus vorerst abgerundet. Bei aller kritischen Distanz, die wir Medienschaffende in normalen Zeiten Politik und Verwaltung gegenüber an den Tag legen: Für einmal ist uneingeschränktes Lob angebracht. Krisenmanagement und Kommunikation klappen in dieser Extremsituation bisher hervorragend.

Noch ist es angesichts der Ungewissheit über den Verlauf der Pandemie zu früh, um den Massnahmenkatalog qualifiziert beurteilen zu können. Die Basler Regierung hat jedoch bereits drei Ziele erreicht: Sie traf bis jetzt den richtigen Zeitpunkt der Kommunikation, ihr Ton war stets ernsthaft und vertrauenerweckend, und die verkündeten Massnahmen schienen der jeweiligen Lage angemessen.
Man mag die Basler Politik oft als allzu kuschelig empfinden. Aber in diesen Zeiten gereichen ihr dieser prononcierte Pragmatismus und die hohe Konsensfähigkeit, kombiniert mit der Kompaktheit des kleinen Kantonsgebildes, fraglos zum Vorteil. Ein Blick nach Liestal genügt, um die These zu bestätigen. «Mir wei luege» genügt als Führungsprinzip in diesen Tagen definitiv nicht.Patrick Marcolli

Autor

Patrick Marcolli

Patrick Marcolli

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