Bleiholle

In neuen Öko-Häusern haben Laufner Vorrang

Laufen

Schliffweg und Brislachstrasse

Laufen

Die Stadt Laufen macht für Einfamilienhäuser im Gebiet Bleiholle zahlreiche Auflagen.

Das Gebiet um die Diebachstrasse hat eine jahrelange und wechselvolle Geschichte hinter sich. Immer wieder gab es Anläufe, eine Verbindungsstrasse zwischen Brislachstrasse und Schliffweg zu realisieren. Die Strasse ist inzwischen gebaut und hat an der Breitenbachstrasse und am Bahnhof zu einer spürbaren Verkehrsentlastung geführt. Die Anwohner des Bleiholle-Quartiers haben mit der neuen Strasse nun eine direktere Anbindung Richtung Basel.

Siedlung soll hohe Umweltstandards erfüllen

Auf den beiden, der Stadt Laufen gehörenden Parzellen eingangs der Diebachstrasse sollen acht Doppeleinfamilienhäuser entstehen. Bis zum 7. August können interessierte Investorenteams ihre Projekte bei der Stadtverwaltung einreichen. Wie Martin Hofer, Leiter Abteilung Bau und Planung der Stadt Laufen, betont, haben die Investoren einige Auflagen zu erfüllen. Die Häuser sollen die neusten Umweltstandards erfüllen und «in Vollholz» gebaut werden, wie es in den Projektunterlagen heisst. Die Architektur hat sich in die Umgebung einzufügen. Dank der Nutzung der Erdwärme und dem Bau von Photovoltaik-Anlagen sollen die Häuser einen hohen Anteil des Energiebedarfs selber decken. «Erwünscht ist auch ein überzeugendes Parkierkonzept», betont Hofer. Die Stadt will das Areal nicht verkaufen, sondern im Baurecht abgeben. Interessenten müssen also bereit sein, ein Haus zu kaufen und einen Baurechtsvertrag mit der Stadt abzuschliessen.

Wichtig ist der Stadt Laufen zudem, dass hier erschwinglicher Wohnraum für Familien entsteht. Bei den Bewerbungen haben Familien aus Laufen, die seit mindestens drei Jahren hier wohnen, Vorrang. Entschieden wird nach der Reihenfolge, in der die interessierten Familien ihre Bewerbung einreichen.
Die Teams haben noch einen guten Monat Zeit, bei der Stadtverwaltung ihre Projekte einzureichen. Diese werden danach von einer Arbeitsgruppe begutachtet. Dieser gehören Stadträtin Sabine Asprion, Bauverwalter Martin Hofer sowie die Architekten Urs Gerster und Claudia Schönenberger an. Das Quartett wird einige Vorschläge zuhanden des Stadtrates auswählen. Bereits im Oktober will die Exekutive entscheiden. Die Baurechtsverträge werden der Gemeindeversammlung vorgelegt. 2021 soll gebaut werden, im Jahr darauf könnten Familien in ihre neuen Domizile einziehen. Das Gelände sei ohne Altlasten und Dienstbarkeiten und somit sofort bebaubar, sagt Hofer. Stadträtin Asprion weist darauf hin, dass das Projekt in der Bau- und Planungskommission sowie im Stadtrat unbestritten war.

Quartierplan für grössere Überbauung

Was die Parzelle jenseits des Diebachs, am unteren Teil der Diebachstrasse, angeht, so gibt es auch dafür ein Vorhaben. Vor sechs Jahren hatte die Gemeindeversammlung ein Projekt abgelehnt, an der unteren Diebachstrasse ein Mehrfamilienhaus mit 70 Wohnungen zu realisieren. «Hier sollen Mehrfamilienhäuser entstehen», sagt Hofer. Ein privater Investor ist derzeit daran, einen Quartierplan zu erstellen, der dann ebenfalls dem Souverän vorgelegt wird.

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