Internationaler Frauentag
«Dein Kind, dein Job, deine Rechte»: Basel-Stadt lanciert neue Kampagne für Schwangere und Mütter

Am heutigen Internationalen Frauentag lanciert der Kanton Basel-Stadt eine Kampagne gegen die Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt aufgrund von Schwangerschaft und Mutterschaft.

Aimee Baumgartner
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Mit der Webseite «mamaworkrights.ch» macht die Abteilung Gleichstellung Frauen auf ihre Rechte und Möglichkeiten aufmerksam.

Mit der Webseite «mamaworkrights.ch» macht die Abteilung Gleichstellung Frauen auf ihre Rechte und Möglichkeiten aufmerksam.

Symbolbild: Gaetan Bally / KEYSTONE

Die Rückkehr der Frauen an den Arbeitsplatz müsse rechtzeitig organisiert werden, schreibt die Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern des Kantons Basel-Stadt in einer Mitteilung. So sollen werdende Mütter mit der neuen Kampagne motiviert werden, ihre Rückkehr aus dem Mutterschaftsurlaub frühzeitig zu planen. Diese Rückkehrphase sei eine besonders heikle.

«Ungefähr die Hälfte aller Fälle diskriminierender Kündigungen finden nach dem Mutterschaftsurlaub statt. Oder eine mündlich zugesagte Reduktion des Arbeitspensums wird von den Vorgesetzten zurückgezogen.»

Eine Mutterschaftsvereinbarung sei eine gemeinsame schriftliche Vereinbarung mit den Arbeitgebenden, die Klarheit darüber schafft, wann eine Frau zu welchem Pensum wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkommt, wird Leila Straumann zitiert, die die Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern leitet. Eine entsprechende Vorlage könne auf der Webseite «mamaworkrights.ch» heruntergeladen werden.

Die neue Webseite des Kantons ist in neun Sprachen verfügbar

Schritt für Schritt und anhand von Beispielen werde aufgezeigt, was Frauen tun können, wenn es zu Schwierigkeiten in der Arbeitswelt kommt. Auf «mamaworkrights.ch» werden die fünf häufigsten Situationen beschrieben, in denen eine Diskriminierung stattfinden kann:

  • Nichtanstellung wegen Schwangerschaft
  • Kündigung in der Probezeit
  • Mobbing in der Schwangerschaft oder beim Stillen
  • Diskriminierende Kündigung nach Rückkehr aus dem Mutterschaftsurlaub
  • Kündigung, wenn sich eine Frau gegen eine Diskriminierung wehrt