Liestal

Kanton Baselland: Altlasten-Kataster geht online

Ab sofort ist der Kataster der belasteten Standorte im Kanton Baselland im Internet abrufbar.

Altlasten-Kataster

Ab sofort ist der Kataster der belasteten Standorte im Kanton Baselland im Internet abrufbar.

Wer im Baselbiet ein Grundstück erwerben möchte, kann ab sofort im Internet den altlastenrechtlichen Status überprüfen.

Ab sofort ist der Kataster der belasteten Standorte im Kanton Baselland im Internet abrufbar. Derzeit sind rund 1700 Standorte eingetragen. Bei rund einem Drittel konnte eine Belastung nachgewiesen werden. 64 Standorte sind sicher sanierungsbedürftig. Die übrigen Standorte werden noch vom kantonalen Amt für Umweltschutz (AUE) und Energie bearbeitet. Diese Zahlen bilden den Stand per Ende Oktober ab. Erstellt wurde der Kataster nach den Vorgaben und Kriterien des Bundes gemäss Altlastenverordnung.

Der Altlastenkataster verändert sich dauernd. «Es ist ein wichtiges Informations- und Planungsinstrument und lebt von der Bearbeitung», sagte der AUE Leiter Alberto Isenburg gestern in Liestal vor den Medien. Standorte, bei denen sich nach den Untersuchungen herausstellt, dass sie nicht belastet sind, werden gestrichen. Sanierte Standorte werden ebenfalls aus dem System gelöscht.

Nicht im Grundbuch vermerkt

Der Kataster enthält sämtliche Verdachtsfälle. Damit habe er eine hohe Aussagekraft und schaffe Transparenz für Bauherren und Grundstückbesitzer, so Isenburg. Er sei aber kein Instrument des Grundbuchamtes. Wer nähere Informationen zu den Standorten haben möchte, braucht eine Vollmacht des Grundstückbesitzers. Im Internet ist lediglich ersichtlich, ob bereits Untersuchungen durchgeführt wurden.

Bei 58 Prozent der eingetragenen Standorte handelt es sich um Betriebsstandorte. Darauf befanden sich früher zum Beispiel Galvanikbetriebe, chemische Reinigungen oder Garagen und Tankstellen mit erdverlegten Tanks. Weitere 40 Prozent sind Ablagerungsstandorte und 2 Prozent Unfallstandorte. Davon müssen rund 700 untersucht werden. Zuerst wird der Standort historisch analysiert, sprich die Geschichte des Standortes und dessen Besitzverhältnisse werden angeschaut. Je nach Fall folgt auch eine technische Prüfung. Eine Sanierung wird erst dann nötig, wenn eine Gefährdung für Mensch oder Umwelt besteht.

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