Kommentar
Die Operation «Härtefälle» ist gelungen

In den beiden Basel wurden die von Corona schwer getroffenen Firmen bislang mit über 240 Millionen Franken unterstützt. Trotz der anfänglich grossen Kritik ist das Härtefall-Programm ein Erfolg.

Andreas Möckli
Andreas Möckli
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Restaurants wie die Harmonie mussten seit Beginn der Coronapandemie zwei Mal länger schliessen.

Restaurants wie die Harmonie mussten seit Beginn der Coronapandemie zwei Mal länger schliessen.

Georgios Kefalas / Keystone

Es ist der grösste Posten im Coronabudget des Bundes in diesem Jahr. Mit 8,2 Milliarden Franken rechnet der Bundesrat allein für die Härtefallhilfen. Vermutlich wird nicht so viel Geld benötigt, wie die bisherigen Zahlen zeigen. Dennoch werden enorme Beträge ausbezahlt. In den beiden Basel sind es inklusive Bundesanteil über 240 Millionen Franken.

Eine wirkliche Alternative dazu gab es nicht. Wenn der Staat Restaurants, Hotels oder Läden mit temporären Schliessungen die Grundlage des Wirtschaftens entzieht, so steht er in der Pflicht, Schadenersatz zu leisten. Was zunächst zögerlich und reichlich kompliziert seinen Anfang nahm, lief später ziemlich reibungslos ab. Die Gelder flossen, unzählige Unternehmen wurden gerettet. Nach der lauten Kritik gibt es nun viel Lob seitens der Wirtschaft.

Gerade unter den Vertreterinnen und Vertretern der reinen Lehre war die Sorge gross, dass mit den Härtefallhilfen vor allem Strukturerhalt betrieben werde. Natürlich dürften Firmen Gelder erhalten haben, die auch ohne Corona nicht mehr lange überlebt hätten. Doch die hohe Quote der abgelehnten Gesuche in der Region Basel zeigt, dass nicht einfach wahllos Geld ausgeschüttet wurde. Die Operation Härtefälle ist gelungen.

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