Kommentar
Ein kleiner Schritt zu einer schöneren Basler Innenstadt

Die FDP fordert mehr Leben auf dem Marktplatz. Genau solche niederschwelligen Veränderungen braucht es.

Benjamin Rosch
Benjamin Rosch
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Hier stehen sie, hier sollen sie bleiben: Die Veloparkplätze wurden verschoben, um während der Pandemie die Abstandsregeln auf dem Markt zu gewährleisten.

Hier stehen sie, hier sollen sie bleiben: Die Veloparkplätze wurden verschoben, um während der Pandemie die Abstandsregeln auf dem Markt zu gewährleisten.

Bild: Nicole Nars-Zimmer

Jetzt, da die Tage wieder schöner und die Abende (draussen) wieder länger werden, zeigt Basel immer markanter zwei Gesichter. Hier der Rhein, bevölkert im gesamten Stadtbann von Schwarzwald- bis Dreirosenbrücke. Dort die Innenstadt, wo sich nach Feierabend problemlos die Trottoirs hochklappen liessen. Sowohl der Marktplatz wie auch der Barfüsserplatz können in ihrer jetzigen Form nur schlecht mit der vorangetriebenen Mediterranisierung der Stadt mithalten. Man muss schon in die Gundeldinger Peripherie, um den Espresso an einer kleinen Piazza zu trinken.

Nun fordert ein FDP-Vorstoss im Grossen Rat, die Veloparkplätze vor dem Märthof ohne Reduktion zu verschieben, um so der Gastronomie etwas Spielfläche zu bieten. Ein grosser Einschnitt wäre das nicht: Aufgrund der Märthof-Baustelle sind die Parkplätze bereits weg. Ob die umliegenden Restaurants profitieren würden, kann dabei offenbleiben. Wahrscheinlich gibt es bessere Lösungen, als wenn Kellner ständig zwischen Tramgleisen hin und her eilen müssen. Warum nicht sogar eine kleine Buvette? In anderen Städten Europas spielt sich das Leben an genau solchen Orten ab. Und Lärmklagen sind wohl auch nicht zu befürchten.

Die Rheingasse, der Tellplatz und viele andere Nebenschauplätze der Stadt beweisen: Manchmal sind es gerade solche niederschwelligen Veränderungen, welche die Lebensqualität verbessern.