Kommentar
Warum nicht gleich eine klare Absage?

Das «Laaferi» wurde bereits abgesagt. Zwei weitere Vorfasnachtsveranstaltungen von und für Kinder bangen um ihre Aufführungen. Denn der Kanton Basel-Stadt verlangt von ihnen das Unmögliche.

Silvana Schreier
Silvana Schreier
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Das «Kinder-Charivari» ist eine Veranstaltung für und von Kindern. Ob sie dieses Jahr stattfinden kann, entscheiden die Organisatoren in den nächsten Tagen.

Das «Kinder-Charivari» ist eine Veranstaltung für und von Kindern. Ob sie dieses Jahr stattfinden kann, entscheiden die Organisatoren in den nächsten Tagen.

Nicole Nars-Zimmer

Das Basler Gesundheitsdepartement fordert von den Basler Vorfasnachtsveranstaltungen eine 2G-Plus-Regelung. Nur wer doppelt geimpft, genesen und zusätzlich getestet ist, darf auf die Bühne oder ins Publikum. Dem «Laaferi» hat dies das Genick gebrochen, das «Kinder-Charivari» und das «Offizielle» stehen auf der Kippe. Denn die Veranstaltenden dieser Kindervorführungen können die Regel nur einhalten, wenn sie ihrem Hauptpublikum und ihren Protagonisten den Zutritt verwehren.

Zu lange mussten die Kinder unter zwölf Jahren auf die erlösende Spritze in den Oberarm warten. Erst seit gestern ist in den beiden Basel die erste Impfung gegen das Coronavirus möglich. Damit sind in der Regel in vier Wochen die ersten Kinder fähig, einen Event mit 2G-Plus-Vorgabe zu besuchen.

Das Gesundheitsdepartement hat die drei Kinder-Vorfasnachtsveranstaltungen faktisch abgesagt – wenn nicht sogar verboten. Offiziell wird dies natürlich nicht so beschrieben. Man wolle die Kinder aus medizinischer Sicht schützen, da diese eben noch nicht geimpft seien, heisst es. Dabei könnte der Kanton den Veranstaltungen doch einfach eine Absage erteilen. Schliesslich übt er diese Spielverderber-Rolle wohl oder übel seit mittlerweile fast zwei Jahren Pandemie aus. Fairerweise und aus Respekt gegenüber der Arbeit der Organisationskomitees wäre darum eine direkte und öffentliche Kommunikation definitiv angebracht.

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