Kommentar zu Fasnachtsplänen
Die Frage nach der Verantwortung

Das Basler Fasnachts-Comité zeigt sich verhalten zuversichtlich. Vom 7. bis 9. März 2022 soll die Fasnacht möglichst in gewohntem Rahmen stattfinden. Was daraus resultiert? Hoffnung. Aber welche Versprechen können wirklich gemacht werden?

Aimee Baumgartner
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Eine Fasnacht ohne Restriktionen. Das wäre der Traum aller Beteiligten, von jenen, welche die Kostüme und Larven tragen oder herstellen sowie der zehntausenden Schaulustigen am Strassenrand. Sie alle hoffen auf eine Fasnacht im 2022. Auch das Comité und die Regierung hoffen. Sie legen alles daran, eine Fasnacht im gewohnten Rahmen inklusive Cortège umzusetzen, so lautete die klare Botschaft am Montag.

Das Comité zeigt sich also motiviert und optimistisch. Vor einem Jahr war das anders. Statt einer vollen Innenstadt samt Aerosolen der Blasinstrumente kam die Idee einer Quartierfasnacht auf. Damit erntete das Comité prompt Kritik. Als zu zurückhaltend und pessimistisch wurde das Gremium damals von einigen Fasnächtlern bezeichnet. Nun will es Normalität schaffen und eine Weltkultur-würdige Veranstaltung realisieren. Eine richtige Fasnacht. Aber kann man das überhaupt versprechen?

Einen Plan B bietet das Comité nicht. Was passiert, wenn der Cortège nicht bewilligt wird? Es ist eine berechtigte Frage. Hierbei geht es schliesslich um mehr als Träume. Es sind die Aktiven, die das finanzielle Risiko bei einer erneuten Absage tragen. Die Bestrebungen des Comités bleiben als nette Worte in Erinnerung, verantwortlich wird die Politik sein. Von ihr kann man fordern, dass sie finanzielle Absicherungen für die Cliquen zur Verfügung stellt, um im Ernstfall die entstandenen Löcher in den Kassen zu stopfen.

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