Kooperation
Die Augenklinik des Unispitals zieht auf den Novartis Campus

Was vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen ist, wird nun realisiert: Eine Klinik des USB und eine Institut der Uni Basel siedeln sich auf dem Campus des Pharmakonzerns an.

Christian Mensch
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Das Augenspital erhält seinen neuen Standort.

Das Augenspital erhält seinen neuen Standort.

Martin Toengi / BLZ

Die Augenklinik des Universitätsspitals Basel (USB) wird voraussichtlich in fünf Jahren einen neuen Standort an der Elsässerstrasse beziehen. Was die Mitteilung nur beiläufig erwähnt: Das vorgesehene Gebäude gehört heute zum Novartis Campus und wird erst durch dessen geplante Öffnung wieder allgemein zugänglich werden.

Die Nähe zum Pharmakonzern ist Programm. Denn die Klinik zieht mit dem seit 2017 bestehenden Institut für Molekulare und klinische Augenheilkunde (IOB) zusammen. Und dieses wiederum wird zur Hälfte durch Novartis finanziert. Die andere Hälfte teilen sich das USB, die Universität Basel sowie der Kanton Basel-Stadt. Erst im August hat der Regierungsrat beim Grossen Rat eine zweite Finanzierungstranche von rund 20 Millionen Franken für die Jahre 2022 bis 2025 beantragt.

Die Umzugspläne sind dennoch bemerkenswert. Denn eigentlich war vorgesehen, dass das IOB zum Standort Augenspital ziehen sollte. Die Pläne für einen neuen Laborbau im Innenhof wurden jedoch schubladisiert, nachdem die Stadtgärtnerei wegen elf alten Bäumen ihr Veto eingereicht hat.

Bemerkenswert ist die unbeschwerte Nähe zum Pharmakonzern auch mit einem weiteren Blick zurück: So waren die Pläne, beim Brückenkopf der Dreirosenbrücke einen Uni-Standort samt ETH-Zentrum zu errichten, noch an Bedenken gescheitert, dass durch die damit verbundene Nähe zu Novartis der Wettbewerber Roche brüskiert werde.

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