Kunst
Allschwil eröffnet einen Skulpturenpfad: «Das Resultat kann sich sehen lassen»

19 Skulpturen von zwölf Künstlern, die durch einen Pfad verbunden sind: Der Allschwiler Skulpturenpfad wurde feierlich eingeweiht.

Alan Heckel
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Eine der 19 Stationen auf dem Parcours: Peter Moilliets «Hirte mit Hund» beim Schulhaus Schönenbuchstrasse.

Eine der 19 Stationen auf dem Parcours: Peter Moilliets «Hirte mit Hund» beim Schulhaus Schönenbuchstrasse.

Bild: Kenneth Nars

Der Anlass im Mühlestall beginnt mit einer Viertelstunde Verspätung. Das liegt zwar an der Überprüfung der Corona-Zertifikate am Eingang, zeigt aber auch, dass die Einweihung des Skulpturenpfads eine grosse Sache für Allschwil ist. Rund siebzig Menschen, darunter Mitglieder des Gemeinde- und Einwohnerrats sowie diverse Künstler oder deren Nachkommen, haben sich eingefunden, um an diesem «besonderen Tag», wie es Andreas Bammatter formuliert, dabei zu sein. «Es hat mehrere Vorstösse im Einwohnerrat und viel Schnauf gebraucht, doch das Resultat kann sich sehen lassen», so der Gemeinderat in seiner Begrüssungsrede.

Das angesprochene Resultat sind 19 Sklupturen von zwölf Allschwiler Künstlern, die auf heimischem Boden verteilt wurden, und seit diesem Samstagvormittag offiziell durch eine Pfad verbunden sind. Um das zu symbolisieren, schneiden Bammatter, Einwohnerrat Niklaus Morat und Jean-Marc Wyss, Leiter der Fachstelle Kultur bei der Gemeinde Allschwil, das Band um die Skulptur «Sympiesi» von Daniel Chiquet, die sich hinter dem Mühlestall befindet, unter Applaus durch.

Publikation mit Biografien und Abbildungen

Gleichzeitig wird auch die Begleitpublikation zum Skulpturenpfad mit dem Titel «Kunstwerken auf der Spur» vorgestellt. «Ursprünglich war das ein kleines Faltblatt zum Thema ’Kunst im öffentlichen Raum’», erinnert sich Bammatter. Das gedruckte Büchlein im Westentaschenformat, das schliesslich daraus geworden ist, bietet nicht nur grossformatige Abbildungen der Skulpturen und kurze Beschreibungen dazu. «Im zweiten Teil folgen Biografien der Künstler und ein Literaturverzeichnis», erklärt Jean-Marc Wyss. Damit bedient das Buch gleichermassen Tagestouristen oder Neugierige wie Kunst- und Kulturinteressierte.

Was die Positionierung der Skulpturen betrifft, haben die Verantwortlichen bewusst darauf verzichtet, die Kunstwerke auf ganz Allschwil zu verteilen. «Hätten wir das getan, wäre der Skulpturenpfad zu einem Banntag verkommen», ruft Wyss die Grösse des Dorfes in Erinnerung. Stattdessen soll man den Pfad, der komplett rollstuhlgängig ist, in etwa ein- bis eineinhalb Stunden ablaufen und dabei die schönen Seiten Allschwils entdecken können. Viele Werke sind in der Nähe des «historisch einmaligen Dorfkerns» (Wyss) aufgestellt. «Es ist eine Publikation der Gemeinde. Da ist es doch nur logisch, dass man sich von seiner allerbesten Seite präsentieren will.»

Buch zum Pfad Das Buch «Kunstwerken auf der Spur» liegt kostenlos im Gemeindezentrum und in der Buchhandlung «Buch am Dorfplatz» auf.

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