«In der ersten Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich mir das vorstelle», sagte Carlos Bernegger und lächelte. Doch es war nicht die Leistung allein, die beim Trainer des FC Basel U21 für gute Laune sorgte: «Wir waren schon im ersten Rückrundenmatch gegen Breitenrain besser, aber dieses Mal spiegelt sich die Überlegenheit auch im Resultat wider.»

Der 3:1-Heimsieg über Schötz war verdient, hatten die Basler doch Spiel und Gegner die meiste Zeit unter Kontrolle. Allerdings dauerte es gut 20 Minuten, bis die Chancenfrequenz und -qualität des Heimteams zunahm. Besonders auffällig präsentierte sich während der besten FCB-Phase Arben Buqaj. Der vor kurzem aus dem Nachwuchs des FC Luzern geholte Mittelfeldspieler war bei seinem Debüt in Rot-Blau ein Aktivposten und Ursprung vieler guter Aktionen. So muss es auch Gästetrainer Marcel Hottiger gesehen haben, denn er ersetzte Buqajs überforderten Gegenspieler Luan Nascimento bereits nach 38 Minuten durch dessen nicht verwandten Namensvetter Ilir Buqaj.

Drei entscheidende Minuten

Auch bei den ersten beiden Toren hatte Basels Buqaj die Füsse im Spiel. In der 25. Minute geriet seine Flanke eigentlich zu lang. Doch weil Schötz-Verteidiger Alberto Fernandez im Rücken Stjepan Vuleta übersah und den Ball leichtfertig wieder verlor, konnte der FCB-Mittelfeldspieler aus 10 Metern überlegt zum 1:0 in die weite Ecke schieben. Nur drei Minuten später stand Roman Buess nach einer Kombination über Buqaj und Mark Dinkel allein vor Goalie Roman Kaufmann und verdoppelte die Führung.

«Eigentlich hätten wir nach vor der Pause das 3:0 machen müssen», sagte Carlos Bernegger und dachte neben den vielen Eckbällen vor allem an Buess’ zweite «Hundertprozentige» aus der 35. Minute. Stattdessen kamen die Innerschweizer wenige Augenblicke vor der Halbzeit zum Anschlusstreffer. Mario Sampaio hatte sich an zwei Baslern vorbei in den Strafraum getankt und dort in Naser Alijis ausgefahrenem Bein eingefädelt. «Das darf uns nicht passieren. Wir waren in dieser Situation in Überzahl», ärgerte sich der FCB-Trainer.

Auf das Unerwartete vorbereiten

Marco Dieners Penaltytor brachte zwar die Spannung in die Partie zurück, änderte aber nur wenig am Geschehen. Schötz spielte nun etwas mutiger, kam aber gegen die gut verteidigenden Basler erst in der Nachspielzeit zu einer richtigen Torchance.

«Dennoch mussten wir die Intensität hochhalten», erklärte Bernegger und fügte hinzu: «Als Ausbildner muss ich den Spielern vermitteln, dass das Unerwartete jederzeit eintreffen kann.» Im Gegensatz zu Breitenrain kam Schötz aber nicht zum Ausgleich. Auch weil Vuleta per Kopf nach einem Corner Simon Grethers zum 3:1 getroffen und die Basler Nerven zusätzlich beruhigt hatte (58.).