Nachtleben
Das lange Warten hat ein Ende: Die Baueingabe für den «Kuppel»-Neubau ist erfolgt

Die Bauarbeiten starten im vierten Quartal 2021. Neben einem Konzertclub sind Bandproberäume und Büros für die Basler Popszene geplant.

Helena Krauser
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Blick aus Richtung Heuwaage auf Volume 2 (rechts) und Volume 3 (links).

Blick aus Richtung Heuwaage auf Volume 2 (rechts) und Volume 3 (links).

Visualisierung: © PONNIE Images/Vécsey Schmidt Architekten GmbH

Von einer langen und leidvollen Geschichte sprach Tobit Schäfer vor zwei Jahren bei der Präsentation des Siegerprojekts für den Kuppel-Neubau. Das Leiden wird nun gelindert. In den vergangenen Tagen ist die Baueingabe für den Neubau im Nachtigallenwäldeli erfolgt, teilen die Verantwortlichen in ihrer Mitteilung vom Dienstagmorgen mit.

Im Jahr 2016 wurde die frühere Kuppel abgerissen. Drei Jahre später führte die Stiftung Kuppel einen anonymen Projektwettbewerb für die Neue Kuppel durch. Die unabhängige Wettbewerbsjury unter dem Vorsitz des Kantonsbaumeisters hat aus acht Wettbewerbsbeiträgen das Projekt Volume 2 der Vécsey Schmidt Architekten GmbH ausgewählt und dieses «aufgrund seiner hohen städtebaulichen, architektonischen und funktionalen Qualität» zur Weiterbearbeitung empfohlen, heisst es in der Mitteilung.

Neue Kuppel Basel wird um zweiten Bau erweitert

Im Rahmen der Weiterbearbeitung wurde der bereits geplante Bau Volume 2 um einen zweiten Bau entlang der Binningerstrasse erweitert: Volume 3. So sollen im Nachtigallenwäldeli ein Konzertclub für 600 Besucherinnen und Besucher, ein Club für 200 Besucherinnen und Besucher, acht Bandproberäume, ein Bistro als ganztägiger Begegnungsort und 120 Quadratmeter Bürofläche für die Basler Popszene realisiert werden.

Im vierten Quartal 2021 soll gemäss Mitteilung mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Eröffnung ist für das zweite Quartal 2023 geplant.

Stiftung Kuppel kauft Teil der Baurechtsparzelle

Die Erweiterung der Neuen Kuppel Basel sei zudem zum Anlass genommen worden, die rechtliche Situation im Nachtigallenwäldeli neu zu organisieren. Die Einwohnergemeinde der Stadt Basel, die QPL AG und die Stiftung Kuppel seien übereingekommen, die bestehende Baurechtsparzelle der QPL AG in zwei separate Baurechtsverhältnisse aufzuteilen, teilen die Verantwortlichen mit. Die neue Baurechtsparzelle werde von der QPL AG an die Stiftung Kuppel verkauft. Simon Lutz von der QPL AG sagt: «Wir freuen uns auf die neue Kuppel und die geregelte Ordnung, die nun durch die Aufteilung der Baurechtperimeter eintritt.» Die Klärung der Zuständigkeiten und die Entpersonalisierung käme dem Areal zugute. Somit sei der Leidensweg der Kuppel nun endlich beendet und es kehre etwas Ruhe ein.

Die Baurechtsverhältnisse wurden neu aufgeteilt.

Die Baurechtsverhältnisse wurden neu aufgeteilt.

Bild: © Vécsey Schmidt Architekten GmbH

Private spenden über 10 Mio. Franken

Die Realisierung der Neuen Kuppel Basel koste deutlich über 10 Mio. Franken. Der Kanton Basel-Stadt beteilige sich mit 1,7 Mio. Franken in Form eines Investitionskostenbeitrags für die Bandproberäume, die der Rockförderverein (RFV) Basel verwalten wird, heisst es in der Mitteilung. Für die weitere Finanzierung kämen vollumfänglich private Basler Spenderinnen und Spender auf, über deren Namen Stillschweigen vereinbart wurde.