Nachwuchs
Junge Totenkopfäffchen erkunden den Basler Zolli – eines ist bereits verstorben

Der Basler Zolli vermeldet Nachwuchs bei den Totenkopfäffchen. Die Jungtiere sind zwischen Ende Mai und Ende Juni zur Welt gekommen.

Aimee Baumgartner
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Die kleinen Totenkopfäffchen klammern sich am Rücken der Mutter fest.

Die kleinen Totenkopfäffchen klammern sich am Rücken der Mutter fest.

Zoo Basel

Zwischen dem 24. Mai und dem 29. Juni sind im Basler Zolli insgesamt neun Totenkopfäffchen zur Welt gekommen, eines davon ist unterdessen aber bereits verstorben. Das meldet der Zolli am Mittwoch. Für Totenkopfäffchen, welche auch Saimiri genannt werden, ist es üblich, dass sie in den Monaten Mai und Juni gebären. Die Brunft fällt in Europa jeweils auf Dezember und Januar. Sie zählen damit zu den wenigen Affenarten mit einer zeitlich beschränkten Paarungszeit.

Wer die jungen Totenkopfäffchen im Basler Zolli sehen will, muss ganz genau hinschauen. So kurz nach der Geburt klammern sie sich häufig an den Rücken ihrer Mütter – da ihr Fell ebenfalls gelb und schwarz ist, sind die Jungtiere gut getarnt. Zum grössten Teil fressen sie aktuell Insekten, zwischendurch gibt es für sie aber auch Früchte.

Die Jungen wagen auch schon erste Ausflüge.

Die Jungen wagen auch schon erste Ausflüge.

Zoo Basel

Die weiblichen Totenkopfäffchen bleiben ein Leben lang in ihrer Gruppe, die Männchen schliessen sich in der Natur zu Junggesellengruppen zusammen. Sie besuchen die Weibchen dann jeweils nur zur Paarungszeit. Trotz dieses Verhaltens in der Wildbahn werden die Männchen im Basler Zolli teilweise ganzjährig in der Gruppe gelassen.

Untereinander kommunizieren die Totenkopfäffchen auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Die gehören zu den wenigen Primaten, die sich durch den Gesuch verständigen. Dafür urinieren sich die Tiere auf die eigenen Hände und Füsse und reiben sich damit ein. Beim Putzen der Anlage müssen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger auf dieses Verhalten Rücksicht nehmen. Um die Kommunikation und den Zusammenhalt in der Gruppe nicht zu stören, wird nur oberflächlich gereinigt – ansonsten könnten die Duftspuren der Affen verloren gehen.