Landwirtschaft

Neuer Anlauf für Millionen-Förderung

Symbolbild

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Das umstrittene Projekt «Regionale Entwicklung» kommt nach Korrekturen in den Landrat.

Das schweizweite Förderprogramm für lokale und regionale Landwirtschaft, mit dem in den beiden Basel total 16,4 Millionen Franken an privaten und öffentlichen Geldern in regionale Initiativen fliessen soll, hatte bisher einen schweren Stand.

Das Projekt liegt seit fast einem Jahr in der Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission (VGK) des Baselbieter Landrates. Im Mai 2019 hat die VGK die Vorlage nach Kontroversen mit einer knappen Mehrheit abgelehnt. Und auch in der personell neu besetzten Kommission fand das Projekt im September noch keine Mehrheit. Kritisiert wurde vor allem die staatliche Unterstützung privater Projekte. Zum Beispiel einen Lohnschlachthof in Itingen, der es ermöglichen soll, mit kurzen Wegen Fleisch in der Region zu verarbeiten. Das Förderprogramm unterstreicht die Wichtigkeit, lokale Infrastruktur aufzubauen, um die hiesige Landwirtschaft näher den hiesigen Konsumenten zu bringen.

Kritik wegen das Finanzieren von Einzelprojekten

In der Kommission wurde aber der gemeinschaftliche Nutzen der zu unterstützenden Projekte angezweifelt. Auch wurde kritisiert, dass das Förderprogramm sich bloss auf einzelne Initiativen konzentriere. Es solle vielmehr für alle gelten. Nun haben die Verantwortlichen, die sich aus dem Bauernverband beider Basel, dem Ebenrain-Zentrum und weiteren amtlichen Akteuren zusammensetzt, die Vorlage überarbeitet. Unter anderem wurde entschieden, dass der Schlachthof nicht nur vom ursprünglichen Bewerber Peter Andrist getragen wird. Dem Metzger haben sich Berufskollege Christoph Jenzer aus Arlesheim und Martin Zimmermann aus Gelterkinden angeschlossen.

VGK-Präsident Christof Hiltmann (FDP) ist persönlich immer noch kritisch eingestellt und sagt, dass innerhalb der Kommission auch nach etlichen Sitzungen und Diskussionen keine Euphorie für das Förderprogramm aufgekommen sei. «Wir haben die Anpassungen vorgenommen und sind einfach froh, kann die Vorlage nun dem Landrat unterbreitet werden.» Grünen-Landrätin und VGK-Mitglied Rahel Bänziger bedauert ihrerseits, dass sich die Umsetzung des vom Bund unterstützten Projektes derart verzögert hat: «Wir Grüne waren nämlich von Anfang an vom Projekt überzeugt.»

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