Metrobasel

Novartis unterstützt Metrobasel nicht mehr fix

Blick über den Rhein: Links das Klybeckquai, rechts der Novartis-Campus.

Blick über den Rhein: Links das Klybeckquai, rechts der Novartis-Campus.

Als im April dieses Jahres der Ausstieg des Kantons Basel-Stadt aus Metrobasel bekannt wurde, prophezeiten Wirtschaftsvertreter aus der Region das baldige Ende der Denkfabrik. Nun gab Novartis gestern ihren teilweisen Rückzug aus Metrobasel bekannt.

Als im April dieses Jahres der Ausstieg des Kantons Basel-Stadt aus Metrobasel bekannt wurde, prophezeiten Wirtschaftsvertreter aus der Region das baldige Ende der Denkfabrik. Einer von ihnen ist FDP-Nationalrat Peter Malama, seines Zeichens Direktor des Gewerbeverbands Basel-Stadt. Er sagte damals gegenüber der bz: «Der Ausstieg des Kantons ist ein Zeichen an die anderen Unterstützer von Metrobasel.»

Nun scheint Malama ein erstes Mal Recht zu bekommen. Gestern gab Novartis ihren teilweisen Rückzug aus Metrobasel bekannt. «Wir haben unser Engagement nach dem Austritt des Kantons Basel-Stadt für das Jahr 2013 und folgende neu evaluiert», begründet das Pharma-Unternehmen seinen Schritt in einer Mitteilung.

Novartis hatte Metrobasel seit der Gründung der Organisation im Jahr 2008 als konstituierender Partner unterstützt, mit einem fixen jährlichen Beitrag. Wie hoch dieser war, gab Novartis nie bekannt. Bezogen auf das Metrobasel-Budget - dieses betrug 2011 rund eine Million Franken - habe der Beitrag «nie mehr als zehn Prozent» ausgemacht, sagt Novartis-Sprecher Stephan Mumenthaler.

Novartis kein Mitglied mehr

In Zukunft fällt dieser Beitrag weg - genau wie die 75 000 Franken von Basel-Stadt. «Metrobasel war stark als Plattform für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Wenn einer davon nicht mehr mitmacht, müssen auch wir uns das überlegen», sagt Mumenthaler. Entschieden hat man sich allerdings nicht für den kompletten Ausstieg. Stattdessen wird Novartis die Unterstützung von Metrobasel im Jahr 2013 nicht mehr als Mitglied, sondern projektbezogen fortführen. Damit verliert Metrobasel nach Basel-Stadt den zweiten konstituierenden Partner. Es sei «schwierig vorauszusagen», wie hoch die Beiträge jährlich sein werden, sagt Mumenthaler. «Das kommt auf die Projekte an, die Metrobasel umsetzt. Wenn in einem Jahr die Pharma das Thema ist, wird es mehr sein, ansonsten weniger.»

Metrobasel sieht Situation gelassen


Bei Metrobasel sieht man die Situation auch nach dem teilweisen Rückzug von Novartis gelassen. Ein Teil des Beitrages des Pharma-Unternehmens sei schon immer projektbezogen respektive als Sponsoring für das Herbstforum gedacht gewesen, sagt Metrobasel-Direktorin Regula Ruetz. Sie spürt vermehrt einen Systemwechsel: Weg von den Pauschalbeiträgen, hin zur nutzenorientierten Unterstützung für konkrete Projekte wie Studien und Anlässe. «Das ist legitim», sagt Ruetz. Sie ist noch immer «guten Mutes», was die Zukunft von Metrobasel angeht. «Insbesondere auch, weil wir vermehrt mit anderen Organisationen zusammenarbeiten werden.»

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