Offener Brief
Schreiben an die Regierung: Die Jungen Garden der Basler Fasnachtscliquen wehren sich

Nach der Verschiebung des «Laaferi» und des «Offizielle Bryysdrummle und pfyffe» stehen die Jungen Garden der Basler Fasnachtscliquen zusammen.

Maximilian Karl Fankhauser
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Die Junge Garde Schnoogekerzli an der Fasnacht 2018.

Die Junge Garde Schnoogekerzli an der Fasnacht 2018.

Martin Toengi

In einem offenen Brief an die Basler Regierung bringen sie zum Ausdruck, dass in dieser Pandemie zu wenig auf die Kinder Rücksicht genommen werde. Die beiden Vorfasnachtsveranstaltungen mit Kinderbeteiligung hätten unter den vom Bundesrat bereits scharfen Massnahmen durchgeführt werden können, die zusätzliche kantonale Verschärfung mit der 2G-Plus-Regelung für Kinder hätte dies aber verunmöglicht.

Die Jungen Garden kritisieren an der Verschärfung, dass die Impfung für Kinder ab fünf Jahren erst seit dem 5. Januar 2022 möglich sei, ein Zertifikat werde erst bei der zweiten Impfung ausgestellt. Somit sei die Teilnahme auf der Bühne und auch auf den Zuschauerrängen für das Zielpublikum nicht möglich.

Rücksicht auf die Fasnachtskultur

Die Vertreter der Jungen Garden betonen indes die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen für die kleinsten Baslerinnen und Basler. Die Cliquen sähen sich gezwungen, für ihre Jungen interne Veranstaltungen zu organisieren. Dies sei den Kindern handkehrum nicht zumutbar, müssten sie nach den momentan geltenden Regeln unerlaubt und mit Goodwill der Polizei daran teilnehmen.

Gleichzeitig erhoffen sie sich, dass bei zukünftigen Entscheiden, allen voran auch bei der Fasnacht am 7. März, Rücksicht auf die Kinder und die Fasnachtskultur genommen wird. Diese würden nach zwei Jahren der Perspektivlosigkeit wieder einen Morgenstreich, sowie das Musizieren an den «drey scheenschte Dääg» dringend benötigen.

Der Nachwuchs müsse bei Stange gehalten werden

Eine Fasnacht zur gehabten Zeit sei unumgänglich, wolle man den Nachwuchs weiterhin bei Stange halten. Denn die Nachwuchslage in den Basler Cliquen präsentiere sich sehr mau, vermehrt hören die Jungen auf, an Neuanmeldungen sei kaum zu denken.

Mit dem Brief wollen die Jungen Garden bei der Regierung eine Durchführung der Fasnacht vom 7. Bis 9. März 2022 erwirken. Die Regierung solle sich innerhalb des Spielraums, der ihr zusteht, wie in anderen Kantonen auch üblich, für das regionale Kulturgut einsetzen und somit eine Fasnacht im März ermöglichen.

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