Parking
Investoren ziehen sich vom «Landhof» zurück: Parking-Projekt ist gescheitert

Das geplante Parkhaus Landhof war von Beginn weg ein grosses Politikum. Nun ist klar: Die Investoren wollen nicht mehr, wie Bau- und Verkehrsdirektorin Esther Keller und Parking-Planer Christoph Stutz heute gegenüber der bz bestätigen.

Nora Bader
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Keine Autos unter dem Landhof. Das Parking-Projekt ist Geschichte.

Keine Autos unter dem Landhof. Das Parking-Projekt ist Geschichte.

Kenneth Nars

Unter dem Rasen der altehrwürdigen FCB-Heimstätte Landhof plante die Basler Regierung ein Parkhaus für 200 Autos. So sollte der Parkplatzknappheit im Wettsteinquartier begegnet werden. Das Bauvorhaben stiess auf grossen Widerstand im Quartier.

Nun ist das Projekt gescheitert. «Wir haben unseren Entscheid dem Baudepartement so mitgeteilt», bestätigt Christoph Stutz von der Greifen AG. Es gebe zwei Gründe dafür: Einerseits habe sich die Situation bei der Messe, die sich in desolatem Zustand befinde, grundlegend geändert. «Da stehen 1000 Parkplätze zur Verfügung, die nicht mehr so beansprucht werden wie früher», so Stutz. Ausserdem gelten für das Messeparking im Gegensatz zum Landhofparking keine Restriktionen bezüglich der Benutzer und der Preisgestaltung.

Der zweite Grund sei das noch hängige Verfahren gegen das generelle Baubegehren vor Bundesgericht. «Es ist davon auszugehen, dass dieselben Rekurrenten auch gegen ein künftiges konkretes Baubegehren wiederum den Gang vor die Gerichte beschreiten werden», so Stutz. Diese Verfahren dürften etwa drei Jahre dauern. «Da investieren wir lieber in Projekte, die realisierbar sind.»

Auch Bau- und Verkehrsdirektorin Esther Keller bestätigte heute gegenüber der bz das Aus für das Parking.