Spital-Züglete

Patienten-Umzug in den UKBB-Neubau abgeschlossen

Ein Teddybär liegt bereit für den Umzug.

UKBB-Umzug

Ein Teddybär liegt bereit für den Umzug.

Das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) an den beiden Standorten Bruderholz (BL) und Römergasse (BS) ist Geschichte: Seit Samstagmittag liegen alle Patientinnen und Patienten im UKBB-Neubau an der Basler Spitalstrasse.

Der letzte der zuletzt 46 stationären UKBB-Patienten bezog sein Bett um 11.45 Uhr, wie das UKBB mitteilte. So war das neue Spital «seit 12.00 Uhr offiziell eröffnet». 16 Rettungsfahrzeuge und ein Miet-Kleinbus hatten die Transfers ab 7 Uhr früh abgewickelt. Dabei standen allein 15 Ärzte für die Transporte im Einsatz.

Um Mittag öffnete dann auch die Notfallstation am neuen Standort ihre Tore. Bereits seien dort auch erste Patienten notfallmässig aufgenommen und behandelt worden. Die beiden alten Notfallstationen schlossen um 14 Uhr definitiv.

Spitalbetrieb für Umzug gebremst

Nach zwei Jahren Planung stand am Umzugstag mit insgesamt rund 900 Personen fast die ganze UKBB-Belegschaft im Einsatz. In den letzten Wochen waren schon über 50 Lastwagenladungen Material an die Spitalstrasse verlegt worden, darunter allein 30 Laster voll Akten. Am Samstag waren dennoch weitere 50 Lastwagenladungen zu zügeln.

In den letzten Tagen hatte das UKBB keine chirurgischen und orthopädischen Planeingriffe mehr vorgenommen, so dass am Umzugstag sogar weniger Patienten zu zügeln waren als vorgesehen. Bei kühl- trockenem Wetter lief dann alles plangemäss. Die allerletzten Materialtransporte dürften am Abend abgeschlossen sein.

Im Neubau stehen 84 Pflegebetten und 16 Intensivpflegeplätze zur Verfügung. Die beiden Basel haben rund 170 Mio. Franken in den Neubau investiert. Das UKBB ist eine selbständige öffentlich- rechtliche Anstalt mit bikantonaler Trägerschaft. Zuletzt behandelte es rund 6600 Patientinnen und Patienten im Jahr stationär und 78'000 ambulant.

Harzige Polit-Vorgeschichte

Das neue UKBB blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: 1987 beschlossen die Regierungen in Basel und Liestal, ein gemeinsames Universitäts-Kinderspital im Baselbieter Kantonsspital Bruderholz einzurichten. 1995 kam aber eine Kehrtwende zu zwei Standorten. 1999 wurde das UKBB mit den beiden Standorten gegründet.

Doch schnell zeigten sich diverse betriebliche Probleme. Die beiden Regierungen beschlossen daher bereits ein Jahr später, das UKBB an einem Standort zu vereinen. Nach einer erneuten Standortdiskussion erfolgte der Entscheid für die Spitalstrasse in Basel. Der Neubau steht nun neben dem Basler Universitätsspital mit der Frauenklinik.

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