Persönlich
Ausgebügelt!

Energie verschwenden für schlechten Kundenservice? Lohnt sich nur selten.

Lea Meister
Lea Meister
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Zum Beispiel dann, wenn die eigenen Eltern ein beschädigtes Bügeleisen bei einer renommierten Schweizer Firma reparieren lassen wollen und daraus eine Odyssee an Absurditäten resultiert.

Erster Akt: Reparatur? Möglich. Heimlieferung? 11 Franken. Ausserdem würde eine Anzahlung von 80 Franken auf den Gesamtrechnungsbetrag anfallen, die nach erfolgreicher Reparatur wieder abgezogen würde. Soweit so gut.

Zweiter Akt: Reparatur? Vielleicht doch nicht möglich, heisst es telefonisch. Gleichzeitig flattert ein Brief herein mit der Information, dass sich die Reparatur verzögere.

Dritter Akt: Ein eingeschriebener Brief mit Geschenkkarten des Geschäfts im Wert von 80 Franken und dem Vermerk, damit könnten dann bei der Abholung des Bügeleisens die 80 Franken, die bereits bezahlt wurden, wieder ausgeglichen werden. Das reparierte Produkt wird also definitiv nicht geliefert. Und die 11 Franken Liefergebühr?

Vierter Akt: «Ganz irr, dieser Umtrieb», sagt der Herr an der Warenausgabe beim Blick auf den Papierstapel mit der Korrespondenz. Für die Verrechnung der Geschenkkarten mit dem Gesamtbetrag braucht er Unterstützung. Das Bügeleisen ist repariert (richtig ökologisch!) und abgeholt, die Liefergebühr entfällt. Die Nerven sind am Ende.