Persönlich
Blablameter vs. Geschwurbel 1:0

Ein hoher Wert heisst zwar vor allem viel «Bullshit», Ansporn genug ist es trotzdem, dem Höchstwert möglichst nahe zu kommen.

Elodie Kolb
Elodie Kolb
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Das «Blablameter» misst, wie viel heisse Luft in einem Text steckt, die Kriterien bleiben unklar.

Das «Blablameter» misst, wie viel heisse Luft in einem Text steckt, die Kriterien bleiben unklar.

Bild: Keystone

Der gestrige desolate Versuch meines Kollegen Stefan Strittmatter an dieser Stelle spornte meine Wenigkeit zu einer Übertrumpfung an. Auf der Skala des gänzlich unnützen, aber irgendwo auch innovativen Onlinetools «Blablameter» erreichte er ein mediokres Resultat von geringen 0.13.

Ich war Feuer und Flamme, mit Eloquenz und wendigen Formulierungen seine Bewertung nicht nur um Weiten zu übertreffen, sondern auch eine möglichst hohe Bewertung zu erreichen. Das Ziel ist, so zeigte eine ausführliche, wissenschaftlich fundierte Recherche mit Hilfe der unübertrefflichen Suchmaschine Google, mit dem Text, angereichert von leeren Worthülsen möglichst die Bewertung 1 zu erreichen. Das heisst: Vor allem «Blabla». Die ausschlaggebenden Faktoren für die Bewertung bleiben aber im Dunkeln.

Der Fall aus allen Wolken folgte mit der desolaten Bewertung meines erhofft schwurbelfreien Texts im Regionalteil dieser Ausgabe mit einer Bewertung von 0.28. Die Angelegenheit ist äusserst diffizil, mit nur einem gelöschten Wort unterscheidet sich die Bewertung wie schwarz und weiss. Besonders «erfolgreich» ist ein Text der Uni Basel mit einem fulminanten Wert von 0.53. Das Resultat nach Stunden und totaler Resignation: 0.37. Dem Blablameter kann ich das Wasser nicht reichen 1:0. Spricht aber auch für mich, denn: Heisse Luft kann ich offenbar nicht.