Persönlich
Der Krieg der Pflanzen

Viel Grün im trauten Heim kann ein Segen sein. Wenn die Pflanzen allerdings aufeinander losgehen, ist der Spass vorbei.

Lea Meister
Lea Meister
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Die sogenannte Ufopflanze, die schon mal entführt werden kann, wenn man sie einen Moment aus den Augen verliert.

Die sogenannte Ufopflanze, die schon mal entführt werden kann, wenn man sie einen Moment aus den Augen verliert.

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Homeofficetag im Hause Meister. Gegenüber sitzt eine geschätzte Arbeitskollegin, die ab und an vorbeikommt, um die Leere im heimischen Wohnzimmer zu füllen. In der Nachmittagspause hat sie meine Pflanzenableger bestaunt und – selbstverständlich – ein grünes Baby geschenkt bekommen. Eine Pilea, oder auch Ufopflanze genannt, weil ihre Blätter wie kleine Ufos aussehen.

So weit, so gut, das Pflänzchen steht also seit der Pause neben meiner Kollegin auf dem Tisch. Plötzlich schreie ich auf: «Wo ist die Pflanze?» Tatsächlich steht zwar das Töpfchen noch auf dem Tisch, die Pflanze jedoch ist verschwunden. Aus der Pflanzenerde verschwunden. Einfach weg.

Wir trauen unseren Augen nicht und vermuten langsam, aber sicher einen übernatürlichen Einfluss auf die Geschehnisse. Dann die Auflösung: Zuvor hatte ich meiner Kollegin eine neue Pflanze gezeigt, die ich Ruccola-Pflanze nenne, weil sie etwas danach aussieht, obwohl sie ein Sukkulentengewächs ist. Als ich sie zurückgestellt habe, hat sie sich in der Pilea verfangen und diese aus ihrem Heim gerissen.

Ob absichtlich oder nicht – der Pflanzenkrieg ist entfacht. Ruccola wollte meine Ufos entführen. Kommen sich die beiden noch einmal nah, muss mit Kollateralschäden gerechnet werden. Dinge, die ich beim nächsten Umzug bedenken sollte.

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