Persönlich
Die Sporen hinterlassen Spuren

Der Herbst hat auf kulinarischer Sicht einiges zu bieten – wenn da nur nicht all die Pilze in den Gerichten wären.

Aimee Baumgartner
Aimee Baumgartner
Drucken
Teilen
Auf die Pilze im Essen kann bz-Redaktorin Aimee Baumgartner gut und gerne verzichten.

Auf die Pilze im Essen kann bz-Redaktorin Aimee Baumgartner gut und gerne verzichten.

Symbolbild: Nadia Schärli

Der Herbst ist eine meiner liebsten Jahreszeiten. Zum einen sind es die orangefarbenen und braunen Blätter an den Bäumen und auf dem Boden, welche die Stadt auch an noch so grauen Tagen verschönern. Zum anderen kann man sich abends vor dem Fernseher in eine flauschige Decke einkuscheln und tagsüber die Coronakilos unter dicken Pullovern verstecken – besonders in Hinblick auf die vielen schmackhaften Herbstgerichte, die noch folgen. Kürbissuppe, Spätzli, Rehgeschnetzeltes, Rotkraut mit Marroni. Genuss pur.

Wenn da nicht ein kleines Lebewesen wäre, das mir so oft den Gang ins Restaurant vermiest. Um es in den Worten von Peach Weber zu sagen: «öberalls heds Pilzli draa». In den Saucen, im Risotto oder im Salat. Beim Geschmack und der Konsistenz der Pilze bin ich raus. Aber mein grösseres Problem ist, dass ich auf Pilze allergisch reagiere. Ja, von so ziemlich allen Sorten bekomme ich einen Hautausschlag. Da hilft es leider auch nicht, wenn ich sie nach ihrem stundenlangen Bad in der Sauce fein säuberlich aussortiere.

Ein Blick in die Online-Menukarte ist für mich deshalb im Herbst unumgänglich. So kann ich schon eruieren, welche Speisen für mich überhaupt in Frage kommen und wo möglicher­weise Anpassungen möglich sind. Einen Vorteil hat das aber auch: Ich bin meistens diejenige, die als Erste am Tisch weiss, was sie bestellen will. Und gefunden habe ich zum Glück noch immer etwas.

Aktuelle Nachrichten